Erkelenz-Hetzerath/Jülich: Werkschau mit speziellem Reiz im Laienbrüderhaus in Hohenbusch

Erkelenz-Hetzerath/Jülich : Werkschau mit speziellem Reiz im Laienbrüderhaus in Hohenbusch

Eine besondere Ausstellung hat die Kunstfreunde aus der Region nach Hohenbusch gelockt. Das ehemalige Kloster und Gut ist heute als Stätte der Kunst und Kultur durchaus bekannt. Daher sind Ausstellungen und Kunstevents auf Hohenbusch keine Seltenheit.

Die Ausstellung „Farben im Fokus“ hatte jedoch ihren besonderen Reiz. Denn sie brachte Künstler aus Erkelenz und ihre Kollegen aus der chinesischen Millionenstadt Wenhai zusammen. Gemeinsam stellten sie ihre Arbeiten im Laienbrüderhaus aus.

Unter den chinesischen Künstlern waren auch Fotografen, die ihre Arbeiten im Laienbrüderhaus ausstellten.
Unter den chinesischen Künstlern waren auch Fotografen, die ihre Arbeiten im Laienbrüderhaus ausstellten. Foto: Helmut Wichlatz

Zustande gekommen war die gemeinsame Werkschau von Malern und Fotokünstlern durch eine Zusammenarbeit mit dem Chinesischen Kulturverein Jülich. Die organisatorische Arbeit im Vorfeld leisteten Elke Bürger vom Erkelenzer Kunsttreff und der Fotograf Helmut Heupts, der in Gerderath eine Fotogruppe leitet. Ermöglicht wurde die dreitägige Ausstellung durch die Stadt Erkelenz, den Förderverein Hohenbusch und die Kulturstiftung der Kreissparkasse.

Die chinesischen Gäste stammten von der Wenhai Association for Culture Communication und hatten neben Fotoarbeiten und Bildern in Öl und Aquarell auch kalligraphische Arbeiten im Gepäck. Die Kalligraphie gehört in China zu den kreativen Ausdrucksformen und stellt dazu noch eine Verbindung zum ehemaligen Kloster her. Denn auf Hohenbusch wurden zu Zeiten der Kreuzherren wichtige Schriften großer Denker fleißig und handschriftlich in der Klosterbibliothek kopiert.

Bürgermeister Peter Jansen als Hausherr und die beiden Organisatoren Bürger und Heupts konnten sich über kalligraphische Arbeiten als Gastgeschenke freuen. Wenhai liegt an der Nordostküste Chinas und weist eine sehr vitale Kunstszene auf. Dementsprechend war die Zahl der ausgestellten Exponate schnell auf mehr als 200 angestiegen, wie Elke Bürger betonte. „Dazu kommen noch viele Arbeiten, für die einfach kein Platz mehr war“, fügte sie hinzu. Insgesamt waren 45 Künstler aus Wenhai, vom Chinesischen Kulturverein Jülich, vom Kunsttreff und aus der Gerderather Fotogruppe mit ihren Arbeiten an der Ausstellung beteiligt.

Einladung zum Vergleich

Zustande gekommen war der Kontakt über eine Frau aus China, die auch aktiv in der Fotogruppe dabei ist.

Den Besuch der Ausstellung verbanden die Gäste aus China ganz pragmatisch auch mit einem Abstecher zum Erkelenzer Unternehmen Hegenscheidt und zum französischen Markt. Zur Eröffnung waren auch Vertreter des chinesischen Konsulats in Düsseldorf nach Hohenbusch gekommen.

Die ausgestellten Arbeiten luden zum Vergleich ein und wiesen bei genauer Betrachtung viele Gemeinsamkeiten auf. Neben Landschafts- und Objektdarstellungen waren auch die Porträtarbeiten sehr beeindruckend. Die Gerderather Fotografen hatten ihren Beitrag bewusst so ausgewählt, dass er mit den Arbeiten der chinesischen Kollegen harmonierte. Am gesamten Wochenende nutzten viele Kunstinteressierte die Gelegenheit, die Ausstellung im Laienbrüderhaus zu besuchen.