Kreis Heinsberg: Wenn Grundwasser zur Gartenbewässerung dient

Kreis Heinsberg : Wenn Grundwasser zur Gartenbewässerung dient

Aufgrund der ­Trockenheit erhält die untere Wasserbehörde zurzeit täglich zahlreiche Anfragen zur Nutzung des Grundwassers für die Gartenbewässerung. Die Entnahme von Grundwasser in geringen Mengen oder zu einem vorübergehenden Zweck ist nach Angaben der Pressestelle des Kreises Heinsberg grundsätzlich genehmigungs- und gebührenfrei.

Dazu zählen beispielsweise Grundwasserentnahmen für die private Gartenbewässerung oder das Tränken von Vieh außerhalb des Hofbetriebes.

Der Bau und Betrieb derartiger Brunnen ist in diesen Fällen der unteren Wasserbehörde formlos anzuzeigen. Dazu reichen diese Angaben aus: Standort (postalische Adresse oder Gemarkung, Flur, Flurstück), Zweck der Entnahme, Pumpleistung beziehungsweise Entnahmemenge, voraussichtliche Pumpdauer.

Im Kreisgebiet ist der Abstand von der Geländeoberkante bis zum Grundwasser je nach Region sehr unterschiedlich: Im Bereich Übach-Palenberg und Geilenkirchen sind dies bis zu 20 Meter und mehr, während es in weiten Teilen des Stadtgebietes Heinsberg weniger als ein Meter sein können, zum Beispiel in den gewässernahen Lagen von Kirchhoven und Lieck.

Zudem haben die Grundwasserabsenkungen der Braunkohlen-­Tagebaue Garzweiler, Hambach und Inden auch überregional großen Einfluss auf die natürlichen Grundwasserverhältnisse, die sich bis über die niederländischen Grenze hinaus auswirken. Die genauen und aktuellen Angaben zu Grundwasserstand und —fließrichtung können bei der unteren Wasserbehörde unter Angaben der Lage (Gemarkung, Flur, Flurstück oder postalische Adresse) eines Grundstückes erfragt werden.

Bei den Kosten sollten laut Kreis circa 50 Euro pro laufenden Bohrmeter veranschlagt werden. Bei größeren Tiefen sei zudem eine spezielle Tauchpumpe erforderlich. Für einen Brunnen mit 15 Metern Tiefe ­könnten geschätzte Kosten von circa 1500 Euro entstehen.