Kreis Heinsberg: „Weniger Alkohol” lautet die Zielsetzung

Kreis Heinsberg : „Weniger Alkohol” lautet die Zielsetzung

Weitere Vorbeugungsmaßnahmen und Aktionen gegen Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen bereitet das Kreisjugendamt vor.

Auch die selbstständigen Jugendämter der Kommunen sind einbezogen. Friedhelm Sieben vom Kreisjugendamt erinnerte im Jugendhilfeausschuss des Kreises an den bundesweiten Trend, wonach sich „Jugendliche zu verschiedensten Anlässen deutlich zu viel zumuten” und an das sinkende Einstiegsalter. So würden immer häufiger schon Zwölf- bis 13-Jährige auffällig.

Insgesamt gehe es nicht um den aussichtslosen Versuch, das Alkoholtrinken über die schon bestehenden gesetzlichen Vorschriften hinaus ganz zu verbieten, sondern um die Reduzierung auf ein vertretbares Maß. Eine der vielfältigen Maßnahmen wird die Aktion „Weniger Alkohol!” sein, wozu junge Menschen gewonnen werden sollen, die Gleichaltrige bei Events als „Scouts” begleiten und dafür im Vorfeld speziell geschult werden.

Sie sollen auch die neuen Werbematerialien unter das jugendliche Volk bringen, mit denen unkonventionell und flott auf die Kampagne und deren Ziel aufmerksam gemacht wird: „Übermäßiger Konsum von Alkohol ist peinlich und stellt ins Abseits” lautet die Botschaft insgesamt, die mit Slogans auf bunten Postkarten sowie Plakaten, Infobroschüren und Bierdeckeln transportiert wird.

Die Arbeitsgruppe Jugendschutz befasst sich damit ebenso wie mit der Aktion „Schutzengel” in Zusammenarbeit mit dem Kommissariat Vorbeugung und Diskotheken. Entsprechende Unterstützung hatte Landrat Stephan Pusch bereits anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes der Kreispolizeibehörde zugesichert. Denn insbesondere nach Wochenenden und Feiertagen sind in den Polizeiberichten viele Spuren unerfreulicher Folgen des Konsums von Alkohol und anderen Rauschmitteln zu finden.

Bei der Aktion „Schutzengel” sollen junge Damen symbolisch als „Schutzengel” unterwegs sein und an die Vernunft ihrer männliche Begleiter und Fahrer appellieren. Großer Wert wird bei allen Präventionsmaßnahmen auf detailliert vorbereitetes und kreisweites Vorgehen gelegt.