Kreis Düren: Weniger, aber dafür bessere Wanderwege

Kreis Düren : Weniger, aber dafür bessere Wanderwege

Klasse statt Masse heißt die Devise: Insgesamt soll es in der Rureifel künftig weniger, dafür aber bessere Wanderwege geben. Dieses Ziel haben sich die Eifelvereine, der Verein Rureifel-Tourismus und der Kreis Düren auf die Fahnen geschrieben.

Vor einem Jahr wurde das Projekt in Angriff genommen, im Herbst 2011 soll es abgeschlossen sein. Statt 150 soll es dann nur noch rund 70 Wanderwege geben, wodurch sich die Länge des Netzes um rund ein Drittel verkleinert. Die neuen Routen lassen sich nicht nur besser vermarkten, sondern auch leichter pflegen.

Neue, zeitgemäße Wegekonzepte

Zur Halbzeit begrüßten Walter Weinberger, Leiter des Amtes für Kreisentwicklung und -straßen, sowie Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch, Vorsitzender der Rureifel-Tourismus, zahlreiche Vertreter der Eifel- und Verkehrsvereine sowie der Kommunen im Kreishaus, um ein Zwischenfazit zu ziehen. Ihr größter Dank galt den vielen ehrenamtlich Aktiven, allen voran Wolfgang Müller vom Eifelverein Schmidt. In zehn Arbeitsgruppen haben sie die alten Wegekonzepte kritisch geprüft und neue, zeitgemäße Vorschläge entwickelt. Ein wichtiger Aspekt dabei: Die Wanderer sollen unterwegs touristische Angebote wahrnehmen können, sich etwa in Gasthäusern stärken können.

Mittlerweile hat der Kreis Düren eine Zusage für Mittel aus dem „Leader”-Programm zur Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung vorliegen, so dass das Vorhaben im nächsten Jahr in die Tat umgesetzt werden kann. Dann wird der Schilderwald erheblich ausgedünnt. Eine moderne, einheitliche Beschilderung soll den Wandern dann den Weg weisen. Doch bevor die in Auftrag gegeben wird, erfolgt die Gesamtbetrachtung des künftigen Netzes. So wurden einheitliche Kriterien zur Bewertung der Wegequalität entwickelt. Noch vor Weihnachten findet eine Schulung aller statt, die als Begutachter losmarschieren wollen.

„Die neuen Wanderwege sollen das Rückgrat der touristischen Entwicklung unserer Region sein”, stimmten Josef Hüttemann, Bezirksvorsitzender des Eifelvereins, und Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch überein.

„Nach den noch ausstehenden Prüfungen wollen wir sehr schnell mit der Ausschilderung beginnen”, blickten Wolfgang Müller und Rureifel-Geschäftsführer Gotthard Kirch nach vorn. Im Frühjahr 2012 soll das neue Wanderwegenetz dann offiziell eingeweiht werden. Bis dahin hat der Eifelverein auch ein völlig überarbeitetes Kartenblatt der Rureifel herausgeben.