Städteregion: Wen soll ich bloß wählen? Der Wahlchecker kann helfen!

Städteregion : Wen soll ich bloß wählen? Der Wahlchecker kann helfen!

Der ‚große Bruder‘ ist schon richtig bekannt und zwar deutschlandweit. Der Wahlomat — ein Programm, mit dem Internetnutzer die Positionen der Parteien zu großen Themen wie der Energiewende oder Außenpolitik mit ihren eigenen Positionen abgleichen können.

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung wurde der Wahlomat allein bei der letzten Bundestagswahl mehr als 13 Millionen Mal genutzt. Der Wahlchecker — ein Projekt der Aachener Stiftung Kathy Beys, des Bildungsbüros der Städteregion und unserer Zeitung — funktioniert ganz ähnlich und zwar auf kommunaler Ebene.

Die Einwohner der Städte Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath, Stolberg und Eschweiler sowie der Städteregion haben ab sofort die Möglichkeit, sich auf der Internetseite www.wahlchecker.de mit rund 15 Thesen zu ihrer Stadt auseinanderzusetzen. Sie können die Thesen befürworten, ablehnen oder sich enthalten. Das Ausfüllen dauert nur wenige Minuten. Anschließend zeigt das Programm an, mit welcher Partei es die meisten Übereinstimmungen gibt.

„Natürlich soll der Wahlhelfer keine Wahlempfehlung geben, aber er kann als Entscheidungshilfe dienen“, sagt Klaus Dosch, der das Projekt für die Aachener Stiftung Kathy Beys betreut. Der Wahlchecker biete einen einfachen Einstieg, um sich mit dem Thema Kommunalwahl zu beschäftigen, sagt Dosch.

Vor allem Erstwähler hat der Wahlchecker im Visier — die Thesen für die Städte Alsdorf, Baesweiler, Stolberg, Eschweiler und Herzogenrath haben deshalb auch Jugendliche aus diesen Städten mit Mitarbeitern des städteregionalen Bildungsbüros und Lokalredakteuren unserer Zeitung entwickelt. Aber der Wahlchecker soll Wähler aller Altersgruppen ansprechen.

Ins Leben gerufen haben der Zeitungsverlag Aachen und die Kathy-Beys-Stiftung den Wahlchecker erstmals im Jahr 2009 — damals galt es in Aachen einen neuen Oberbürgermeister zu wählen. „Bei der OB-Wahl haben etwa 6000 Menschen den Wahlchecker vollständig ausgefüllt“, sagt Dosch.

„Es wäre toll, wenn wir diese Zahl jetzt noch toppen könnten.“ Die Internetseite ist bis zur Kommunalwahl am 25. Mai, 18 Uhr, online. Im Anschluss sollen die Ergebnisse ausgewertet werden.