Breberen: Welle der Hilfsbereitschaft für Krebskranken

Breberen : Welle der Hilfsbereitschaft für Krebskranken

Die Breberener Krippe, die schon in früheren Jahren Anziehungspunkt für so genannte „Krippenwanderer” war, stellte schon in der Vergangenheit eine Stätte von Konzerten der einheimischen Vereine dar.

In diesem Jahr knüpfte man daran wieder an, ausgelöst durch eine einzigartige Welle der Hilfsbereitschaft für einen Krebskranken, für den sich bisher 3400 Knochenmarkspender bereit fanden.

Von den Diagnosekosten in Höhe von 169 500 Euro wurden bereits 135 626 Euro aufgebracht. Angesichts dieser Summe konnte das Krippen-Spiel nur als eine Good-Will-Aktion verstanden werden.

Der Instrumentalverein als Initiator wurde unterstützt vom Cäcilienchor, vom Krippenbauverein und von der Nikolausgruppe Schumacher, die auch ihren Erlös spendete.

Neben Christian Ernst als Orgelbegleiter traten zahlreiche Musikanten als Ensemblespieler in Erscheinung, alle ungenannt und uneigennützig für den guten Zweck. Dazu zählten die drei Vereinsflötistinnen, die Oboisten, ein Klarinettist sowie die einzelnen Mitglieder der wechselnden Blechbläsergruppen.

Sie brachten viel Abwechslung, instrumentale Einzelleistungen und wirksame Begleitungen namentlich des Kirchenchores, der aber auch a cappella auftrat und von Rudolf Laven umsichtig dirigiert wurde.

Beide Vereine setzten ein Zeichen, dass Weihnachtslieder zum Fest und nicht davor gesungen oder musiziert werden sollen. So ergab sich eine musikalische Feierstunde voller Reiz.

Die Ansagerin gab eine schmunzelhafte Weihnachtsgeschichte zum Besten, die nicht nur die anwesenden Kinder erfreute. Alle Akteure bekundeten Engagement für die große Breberener Hilfsaktion als auch musikalische Breite.

Der Instrumentalverein unter seinem Dirigenten „Büb” Mühlenberg war ebenso in Spiellaune wie der Kirchenchor in Sangesfreude. Ihnen bereitete es Behagen, mit ihren vertrauten weihnachtlichen Weisen ein so großes Echo auszulösen und dabei auch noch zu helfen. Kein einziges Stück oder Lied, das nicht in den Rahmen gepasst hätte.

Selbst hinter dem zunächst etwas befremdlichen Titel „Auf ihr Reichsgenossen!” verbarg sich ein kirchliches Lied. So konnte dieses Krippen-Spiel ebenso als eine sehr volkstümliche kirchenmusikalische Veranstaltung angesehen werden. Der Musikverein stand dem Kirchenchor mit seinem Angebot in nichts nach. Alle traten auf in der Zuversicht, dass dieser Solidarakt nicht ohne Wirkung bleibt.

Die enge Verschworenheit aller Kräfte führt vielleicht dazu, dass es auch demnächst wieder heißt, die Breberener Vereine singen und spielen an der Krippe, dann aber zu einem fröhlichen Anlass, zumal Chor und Instrumentalverein auch gerne immer etwas wetteifern, wenn es ums Angebot und seine Wirkung beim Publikum geht. Die jährlichen Konzerte sind dafür das Paradebeispiel.