Erkelenz-Lövenich: Wehr rettet vielen Tieren das Leben

Erkelenz-Lövenich : Wehr rettet vielen Tieren das Leben

Als die Feuerwehr am Freitagabend wegen eines Zimmerbrands in Venrath an der Kuckumer Straße alarmiert wurde, ahnte sie noch nicht, was sie dort erwarten würde.

Die 39 Einsatzkräfte unter der Leitung des stellvertretenden Wehrleiters Klaus Peters hatten es ab 19 Uhr nämlich nicht nur mit dem Löschen eine Brandes im Wohnzimmer zu tun. Sie mussten sich vornehmlich als Tierretter betätigen.

Zehn Hunde, sieben Katen und etliche Meerschweinchen wurden geborgen. Alle Tiere konnten in Sicherheit gebracht werden, einige wurden, so Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens „von der Rettungswagenbesatzung erfolgreich reanimiert”. Die Tiere wurden in Stallungen des Nachbarn untergebracht.

Zur Brandbekämpfung setzte die Wehr ein C-Rohr ein. Aufgrund der vielen Tiere mussten sechs Wehrleute unter Atemschutz in das Haus eindringen. Bei ihrem Einsatz gingen sie äußert vorsichtig vor, weil sie nicht wissen konnten, wie die unterschiedlichen Tieren reagieren würden.

Die Bewohnerin des Hauses blieb unverletzt, wurde jedoch vorsorglich zur Beobachtung ins Wegberger Krankenhaus gebracht. Ebenfalls vor Ort war ein Tierarzt, der sich um die Hunde, Katzen und Meerschweinchen kümmerte.

Das Gebäude, bei dem es sich vermutlich um eine Tierpension handelt, so Linkens, wurde von der Kriminalpolizei beschlagnahmt. Die Brandursache war beim Einsatzende gegen 21.25 Uhr noch ungeklärt.