Wegberg: Wegberger Tafel will Schwächsten helfen

Wegberg : Wegberger Tafel will Schwächsten helfen

Die „Wegberger Tafel” wurde vor einem halben Jahr von Roland und Gabriela Jansen gegründet mit dem Ziel, allein stehenden Menschen, kinderreichen Familien sowie sozialschwachen Menschen einen Ort zu bieten, um sich auszutauschen und Hilfe zu bekommen.

Auch Hilfe in der Form eines warmen Essens, Getränken und Kuchen gibt es. Zur finanziellen Erleichterung trägt auch die Mitnahme von Lebensmitteln bei, die die Tafel von verschiedenen Geschäften erhält. Diese Gaben werden wochentags und samstags verteilt.

Nicht nur nehmen

„Unser Anliegen ist es, die etwas andere Tafel zu sein”, sagt Gabriele Jansen. „Das heißt, dass die Menschen, die zu uns kommen, nicht nur nehmen, sondern sich nach ihren Möglichkeiten auch einsetzen. Jeder hilft jedem.”

Dazu zählen etwa gemeinnützige Tätigkeiten, Müllsammelaktionen, Pflege von Blumenbeeten, Innenstadtreinigung, das Säubern öffentlicher Flächen von Wildwuchs oder die Fußgängersicherung nach Schulschluss.

Jeder fasst mit an

„Die Mithilfe während der Tafelzeit ist schon selbstverständlich. Jeder fasst mit an”, berichtet die Organisatorin. „Außerdem erhalten wir Kleiderspenden, Porzellan, Geschirr, Wäsche, die an Sozialschwache weitergegeben werden.” Besonders herauskristalisiert hat sich die Bereitschaft sich untereinander zu helfen.

Keine falsche Scham

„Das ist ein Phänomen, das es in unserer Gesellschaft kaum noch gibt. Keine Heuchelei, keine falsche Scham, kein mehr Sein als Schein. Gerade das ist es, warum mein Mann und ich unsere Energie, Zeit und Menschlichkeit einbringen”, sagt Gabriele Jansen und fügt hinzu: „Unterstützt werden wir ganz besonders von der Kirche St. Peter und Paul.”

Endlich groß genug

An der Kirche wurde ein Raum zur Verfügung gestellt, der endlich groß genug ist. Der erste Aufenthaltsort im Kloster platze schon aus allen Nähten. „Nach vielen Gesprächen und Versuchen, umzusiedeln, bekamen wir schließlich diese Räume.”

Nächstes Ziel ist es, das Obdachlosenheim in Gerichhausen herzurichten. „Von Seiten der Stadt wurde uns auch hier keine Hilfe zugesichert”, bedauert Gabriele Jansen. „Einen Wohnraum haben wir bereits mit Eigeninitiative renoviert.

Dringende Suche

Zwei Tafelmitglieder haben aktiv ein Wochenende mitgearbeitet. Jetzt werden dringend unter anderen Küchenmöbel, PVC-Boden, Fliesen, Tapeten, Farben, Lacke gesucht.

Für Spenden dankbar

„Wir sind für jede Spende dankbar”, sagte Gabriele Jansen, die sich gerne über eine Kontaktaufnahme unter Tel. 02434/929304, ab 19 Uhr freut. „Gesucht werden auch kleine Wohnungen. Klein in zweierlei Hinsicht: räumlich und finanziell.”

Die Wegberger Tafel findet jeden Samstag von 12 bis 14 Uhr an der katholischen Kirche St. Peter und Paul statt. Jeder ist herzlich eingeladen und willkommen.