Wegberg: Wegberger Klinik kommt nicht zur Ruhe

Wegberg : Wegberger Klinik kommt nicht zur Ruhe

Die St. Antonius Klinik in Wegberg kommt nicht zur Ruhe. Im Umfeld des Ermittlungsverfahrens gegen Klinikchef Dr. Arnold Pier wegen Köperverletzung und fahrlässiger Tötung gibt es zahlreiche Brennpunkte.

So prüfen inzwischen die Krankenkassen die Aufkündigung des Versorgungsvertrages mit der Klinik, wie die Pressestelle der AOK Rheinland/Hamburg am Mittwoch bestätigte. Man sei allerdings erst am Anfang des Verfahrens und habe der Klinik mitgeteilt, dass es zu einer Anhörung kommen soll.

Im Rahmen des Kündigungsverfahrens, das sich über Jahre erstrecken könne, werde geprüft, ob die Leistungsfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit des Hauses gewährleistet sei und nach wie vor überhaupt ein Bedarf bestehe.

Der Grüne Ratsherr Markus Groß nimmt diese Prüfung zum Anlass, die Zukunft der Klinik in Frage zu stellen. Er fordert in einem Fragenkatalog Bürgermeisterin Hedwig Klein auf, Alternativen zu Dr. Pier als Betreiber der Klinik zu erarbeiten.

Inzwischen hat die Betriebsratsvorsitzende Brigitte Henz ihre Ankündigung von Anfang Mai umgesetzt und Strafanzeige gegen zwei Klinikmitarbeiter wegen Beeinträchtigung der Tätigkeit des Betriebsrates erstattet. Mitte und Ende Juni seien die Anzeigen eingetroffen, bestätigt die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach.

Zu ihrer eigenen arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung wollte die von der Arbeit freigestellte Betriebsratsvorsitzende keine Stellung nehmen, da es sich um ein schwebendes Verfahren handele.