Wegberg: Wegberg: Nicole von den Driesch will Bürgermeisterin werden

Wegberg : Wegberg: Nicole von den Driesch will Bürgermeisterin werden

Ein gemeinsamer Kandidat der Oppositionsparteien für das Amt des Bürgermeisters bei der nächsten Kommunalwahl ist seitens der SPD kein Thema mehr.

Auf der Mitgliederversammlung in Arsbeck nominierten die Sozialdemokraten einstimmig ihre Kandidatin Nicole von den Driesch. Die 38-Jährige zeigte sich über das einstimmige Votum erfreut und wertete es als „Signal der Geschlossenheit der Wegberger SPD.

Dem Wegberger Stadtrat gehört von den Driesch seit zwei Legislaturperioden an. Ihre politischen Schwerpunkte für den bevorstehenden Wahlkampf sieht sie neben der Wirtschaftsförderung vor allem in der Bildungspolitik. Sie werde sich weiter für eine zusätzliche Gesamtschule im Nordkreis einsetzen, betonte sie auf der Mitgliederversammlung in der Gaststätte Frentzen. Auch der Ausbau der Betreuung der unter Dreijährigen wird ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit sein.

Für das Bürgermeisteramt wäre sie auch aufgrund ihrer kaufmännischen Ausbildung gut geeignet. Die Spitzenkandidatin ist seit 1990 Mitglied in der SPD und arbeitet in der Personalabteilung der Deutschen Bundesbank in Düsseldorf. Auch für den Landtag hat sie schon im Namen der SPD kandidiert. Es sei „höchste Zeit, den in Wegberg herrschenden Stillstand endlich zu beenden”, erklärte sie und betonte, dass es dazu nicht reiche, lediglich die Spitze im Rathaus auszutauschen, wie es die CDU mit der Kandidatur Reinhold Pillichs vorhabe.

Auch wenn einem gemeinsamen überparteilichen Kandidaten der Oppositionsparteien mit ihrer Nominierung eine Abfuhr erteilt worden sei, würde sie sich über die Unterstützung der Grünen und FDP freuen, erklärte sie. Direkte Gesprächsversuche mit ihr habe es in der Kandidatenfrage von beiden Parteien nicht gegeben. Auch der Fraktionsvorsitzende Harald Kersten betonte, dass es an der Zeit sei, „der Stadt Wegberg ein neues Gesicht zu geben”. Als Direktkandidaten für die Kreiswahlbezirke wurden Michael Stock, Karin Bonitz und Rainer Kublun benannt.