Kreis Düren: Wasserverband: Beiträge bleiben stabil

Kreis Düren : Wasserverband: Beiträge bleiben stabil

Der Wasserverband Eifel Rur (WVER) garantiert seinen Mitgliedern Beitragsstabilität. Bis zum Jahr 2013 werde die von Verbandsrat und Vorstand vereinbarte Beitragsobergrenze von 132 Millionen Euro jährlich Bestand haben, versicherte WVER-Vorstand Prof. Dr. Wolfgang Firk den Delegierten der Verbandsversammlung in Düren.

2010, kündigte Prof. Firk an, werde man diese Obergrenze sogar um eine Million Euro unterschreiten. Die 76 Delegierten verabschiedeten in Düren den Wirtschaftsplan 2010 mit einem Volumen von 221,5 Millionen Euro. Der Dürener Bürgermeister Paul Larue als Vorsitzender des Verbandsrates begrüßte unter den Delegierten etliche „neue Gesichter”, da sich die Zusammensetzung des Verbandsrates durch die Kommunalwahl veränderte.

So folgt der Kreuzauer Dr. Ralf Nolten dem Heimbacher Hubert Kleinschmidt und für die frühere Aachener Bürgermeisterin und jetzige Europa-Abgeordnete Sabine Verheyen rückt die Aachenerin Dr. Margarete Schmehr in den Verbandsrat. Der Verband habe seinen Schuldenstand moderat abbauen können, verkündete Larue und lobte die Bemühungen des Verbandes, aus der Wasserwirtschaft zunehmend Energie zu gewinnen. Laut Vorstand Prof. Firk werden derzeit 14 Prozent des Energiebedarfs durch Klärgasnutzung gedeckt. Bis 2011 wird eine Steigerung auf 32,2 Prozent angestrebt.

Rund 90 Prozent der Aktivitäten des Verbandes, der mit rund 550 Mitarbeitern im Verbandsgebiet von der Grenze zur Rheinland-Pfalz bis in den Kreis Viersen auf 2087 Quadratkilometern 1,1 Millionen Menschen betreut, entfallen auf die Abwasserbeseitigung. Dazu zählen 45 Kläranlagen und zahlreiche Nebenanlagen. Großes Augenmerk richtet der WVER auf die Talsperren. Die 50 Jahre alte und sanierte Oleftalsperre erhielt für weitere hundert Jahre Staurecht und im nächsten Jahr muss die Außenhaut der Staumauer der Wehebachtalsperre erneuert werden. Das vom Forschungszentrum Jülich auf der Sophienhöhe betriebene Wetterradar wird auch vom WVER für den vorbeugenden Hochwasserschutz genutzt.

„Piano angehen”, so Verbandsratsvorsitzender Larue, will der WVER die EU-Wasserrahmenrichtlinie. Für ihre Umsetzung werden bis 2027 rund 250 Mio Euro benötigt; davon trägt das Land 80 Prozent. In einem Stufenplan will der Verband die Umsetzung realisieren. In der Kläranlage Düren stehen die Faultürme kurz vor der Fertigstellung und für die Kläranlage Jülich steht eine optimale Auslastung an durch die Stilllegung der Kläranlagen in Hompesch, Güsten und Pattern.