Brand: Wasserschaden: Kita in Brand muss umziehen

Brand : Wasserschaden: Kita in Brand muss umziehen

Die Kindertagesstätte in der Franz-Wallraff-Straße muss in ein Ausweichquartier in der Schagen-straße umziehen. Erneut ist es in der Kita zu einem Wasserschaden gekommen.

Die Feuchtigkeit setzt sich insbesondere in der Halle auf der Betonsohle unter dem Estrich ab, wie Bezirksamtsleiterin Marianne Krott der Brander Bezirksvertretung mitteilte. Die positive Nachricht: Laut Messungen gibt es keine Belastung durch Schimmelpilzsporen in der Raumluft.

Der Kinder- und Jugendausschuss hatte das brisante Thema am 15. Januar in nicht-öffentlichen Sitzung behandelt, die Bezirksvertretung Brand nahm es am Mittwoch in den öffentlichen Teil.

Für die CDU hatte Fraktionssprecher Peter Tillmanns beantragt, Näheres über den Feuchtigkeitsschaden von der Verwaltung zu hören. Tillmanns beruft sich auf den Kinder- und Jugendausschuss, dass der Feuchtigkeitsschaden nur nach einer kompletten Auslagerung zu sanieren sei. Vor dem Hintergrund des Prinzips „Kurze Beine — kurze Wege“ könne nach Ansicht der CDU eine Auslagerung nur in unmittelbarer Nähe erfolgen.

Klaus Schavan, technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt, beruhigt jedoch die Eltern in einer Mitteilung an die Bezirksamtsleitung: „Die sofort beauftragten Feuchtigkeits- beziehungsweise Schimmelpilzmessungen liegen im Befund vor und machen deutlich, es gibt keine Belastungen, die Werte sind unauffällig.“

Trotz erheblichen Untersuchungsaufwandes und Öffnung der relevanten Konstruktionen in verschiedenen Räumen — insbesondere in der Nähe von Sanitärleitungen — konnte die Ursache bisher nicht gefunden werden. Selbst die Einschaltung eines externen, spezialisierten Gutachters für Bau- und Feuchtigkeitsschäden habe keinen eindeutigen Befund ergeben. Schavan: „Wir stehen vor der seltenen Situation, dass auch der Gutachter in seiner Stellungnahme schreibt, dass die Ursache nicht ermittelt werden konnte.“

Nach Abstimmung mit der Kita-Leitung und dem Fachbereich sowie unter Hinzuziehung der Gesundheitsbehörden wurde folgender Verfahrensvorschlag gemacht: schnellstmögliche Auslagerung der Kita bis spätestens zu den Sommerferien in die Schagenstraße (Pavillons), Abtragung des Bodenaushubs zur weiteren Klärung der Ursache sowie Sanierung der betroffenen Bereiche Halle/Turnraum im Anschluss bis Ende 2013. Details und konkreter Ablauf befänden sich noch in Abstimmung, so Schavan. Vier Gruppen sind betroffen. Die Bezirksvertretung hofft, in ihrer Märzsitzung Konkreteres zu erfahren, sagt Peter Tillmanns.