Kreis Heinsberg: Waschechter Selfkanter führt die Polizei

Kreis Heinsberg : Waschechter Selfkanter führt die Polizei

Als zum Jahresende 2007 Polizeidirektor Günther Hamacher - wie berichtet - in den Ruhestand ging, wurde bei der Kreispolizeibehörde Heinsberg der Posten des „höchsten Polizeibeamten” frei.

Landrat Stephan Pusch und Kreisdirektor Peter Deckers konnten nun den neuen Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr und Strafverfolgung, Polizeidirektor Hans-Joseph Rademacher, im Heinsberger Kreishaus begrüßen.

„Es freut mich sehr, dass die Stelle des Leiters der Abteilung Gefahrenabwehr und Strafverfolgung so schnell wieder besetzt werden konnte”, eröffnete Landrat Stephan Pusch die offiziellen Vorstellung des neuen Leiters GS, so sein Kurztitel.

Ein waschechter Selfkanter wird nun an der Spitze der Heinsberger Polizisten stehen. Der 57-jährige Polizeidirektor wurde in Selfkant-Höngen geboren und ist seither diesem Ort treu geblieben. Er lebt dort mit seiner Ehefrau und freut sich über seine neue berufliche Herausforderung bei der Kreispolizeibehörde.

„1968 begann ich meine Polizeiausbildung in Linnich und nach fast 40 Jahren Dienst in fast allen Teilen des Landes NRW kehre ich in meinen Heimatkreis zurück”, so Hans-Joseph Rademacher, der sich sichtlich beeindruckt vom herzlichen Empfang im Kreishaus zeigte.

Nach seiner Ausbildung wurde er nach Düsseldorf versetzt und blieb dort viele Jahre. Die Altstadtwache, die Einsatzleitstelle, das Fahndungskommando und die Autobahnpolizei waren nur einige seiner Düsseldorfer Stationen.

Von 1982 bis 1984 besuchte er die Polizeiführungsakademie in Münster-Hiltrup und wurde nach erfolgreichem Abschluss zum Polizeirat ernannt.

Eine neue Aufgabe wurde ihm dann bei der Aachener Polizei zuteil. Seit 1984 war er der Leiter der Schutzbereiche beziehungsweise der Polizeiinspektionen in Aachen-Ost und Stadtmitte. Bis 1997 galt es für ihn, mit „seinen” Polizisten neben dem täglichen Geschehen auch Demonstrations- und Fußballeinsätze, Hausbesetzungen und Karlspreis-Verleihungen zu bewältigen. Im Jahr 1997 zog es ihn wieder nach Linnich zurück, und er war der letzte Leiter des Ausbildungsinstitutes, da im Jahr 2003 die Ausbildung junger Polizistinnen und Polizisten dort aufgegeben wurde.

Das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalens in Neuss war fortan seine neue Wirkungsstätte. Als Abteilungsleiter war er unter anderem verantwortlich für die Fortbildung in den Bereichen Verkehrssicherheit, Fahr- und Sicherheitstraining sowie Technik. Seine Dienststellen waren über das gesamte Land verteilt und reichten von Teveren im Westen bis Schloss Holte-Stuckebrock im Osten des Landes.

Dass im Geburtsjahr von Rademacher der Selfkant noch unter niederländischer Auftragsverwaltung stand, mag sein hohes Interesse an der polizeilichen Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus mitbegründen. Seit über 20 Jahren pflegt er enge freundschaftliche Beziehungen zur Polizei in Belgien und in den Niederlanden.

Auch im Kreis Heinsberg wird die enge Zusammenarbeit vor allem mit der niederländischen Polizei schon seit vielen Jahren gepflegt und immer weiter intensiviert. Da passt es gut zusammen, dass sich ihm nun die Chance bei der Heinsberger Polizei bot, Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr und Strafverfolgung zu werden und so auch seine guten Auslandskontakte mit einzubringen.

„Als mir diese Stelle angeboten wurde, habe ich sofort Ja gesagt. Da ich hier im Kreis lebe, kenne ich bereits viele Kolleginnen und Kollegen. Dass in dieser Behörde hervorragende Polizeiarbeit geleistet wird, ist mir natürlich nicht entgangen. Deshalb freue ich mich, gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diese Arbeit fortzusetzen und für die Sicherheit aller im Kreis Heinsberg Garant zu sein,” so Hans-Joseph Rademacher, als er sich bei der Behördenleitung für die herzliche Aufnahme bedankte.