Kreis Heinsberg: „Was tun gegen den Fachkräftemangel?”

Kreis Heinsberg : „Was tun gegen den Fachkräftemangel?”

Unter dem Motto „Was tun gegen den Fachkräftemangel?” hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) ins Carolus-Magnus-Centrum (CMC) in Übach-Palenberg eingeladen.

Professoren von der Fachhochschule Aachen und der Hochschule Niederrhein informierten Unternehmer - rund 30 waren vertreten - über die Möglichkeiten, mit der Dualen Fachhochschulausbildung qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und an sich zu binden. Diese vollzieht sich berufs- oder ausbildungsbegleitend in Unternehmen und an der Fachhochschule und erfolgt demzufolge sehr praxisorientiert.

Neben einer generellen Darstellung der Vorteile einer solchen Ausbildung wurden verschiedene Fachbereiche näher vorgestellt: Bau- und Netzingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften, Energietechnik, Medizintechnik und Technomathematik sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Darüber hinaus wurde die Möglichkeit der künftigen Etablierung eines Studienganges „Physiotherapie” dargestellt, an der die Fachhochschule Aachen derzeit arbeitet.

Die Vorteile der Dualen Fachhochschulausbildung liegen laut WFG auf der Hand: Die Ausbildungszeit beinhaltet sowohl eine Facharbeiterausbildung als auch ein Hochschulstudium, trotzdem verkürzt sich die Ausbildungszeit maßgeblich.

Dieser komprimierten Doppelausbildung unterwerfen sich nur äußerst motivierte Studenten, da ein hohes Maß an Einsatz gefordert ist. Der Auszubildende ist schon früh für das jeweilige Unternehmen von hohem Nutzen. Er kann zum Beispiel Studien- und Abschlussarbeiten mit thematischen Schwerpunkten beziehungsweise Forschungsarbeiten für den Betrieb entwickeln. Es bauen sich Bindungen zu Unternehmen auf, die möglicherweise sonst nicht dieselbe Aufmerksamkeit bei einem Studienabsolventen erzielen würden. In diesem Zusammenhang unterstützen die Hochschulen auch ganz massiv diejenigen Betriebe, die sich für eine Duale Fachhochschulausbildung zur Verfügung stellen.

Insofern bietet diese Art der Ausbildung eine gute Möglichkeit, vor dem Hintergrund des immer bedeutender werdenden Fachkräftemangels gutes Personal zu rekrutieren, für den eigenen Bedarf zu entwickeln und so an sich zu binden.

Neben der reinen Vorstellung der Möglichkeiten, die sich im Rahmen der dualen Ausbildung bieten, war es Ziel der Veranstaltung, durch Verpflichtungserklärungen der Wirtschaft die Hochschulen in die Lage zu versetzen, den regionalen Bedarf für zusätzliche Studienplätze nachzuweisen. Nach dieser Veranstaltung sollen dazu bilaterale Kontakte zwischen Unternehmen und Hochschulen angebahnt werden.

Interessierte Unternehmen können sich die Vorträge zum Thema aus dem Internet unter „Forum WFG-Expertengespräche” von der Seite http://www.wfg-kreis-heinsberg.de herunterladen.

Als Mittler zwischen Unternehmen und Hochschulen steht die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) jederzeit unter Tel.: 02452 - 13 - 1801 bereit.