Kreis Heinsberg: Warnstreiks: Stille am Busbahnhof

Kreis Heinsberg : Warnstreiks: Stille am Busbahnhof

Um sieben Uhr machten sich am Donnerstag in Geilenkirchen, Heinsberg und Erkelenz viele Busfahrer der „West Energie und Verkehr” auf den Weg zu einer zentralen Kundgebung der Gewerkschaft Verdi in Mönchengladbach.

Rund um das zentrale Depot des Versorgers am Geilenkirchener Bahnhof blieb es außergewöhnlich still.

Nordrhein-Westfalen ist derzeit Schwerpunkt der Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Von den Streiks ist auch die Region betroffen, am Donnerstag kam es aus diesem Grund zu starken Beeinträchtigungen im Nahverkehr.

Verdi argumentiert, dass auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst beim Bund und bei den Kommunen am 31. Januar und 1. Februar 2010 kein Ergebnis gebracht hätten. Bei den Verhandlungen gehe es neben den Entgelterhöhungen auch um Fragen der Übernahme von Auszubildenden, der Altersteilzeit und der gerechten Bezahlung für die Arbeit der Beschäftigten.

Zusätzlich ginge es bei den Beschäftigten im Nahverkehr um Zusatzurlaub für Dauernachtarbeitnehmer, um Kostenübernahme der Maßnahmen nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz bei bezahlter Freistellung sowie um bezahlte Freistellung für Heiligabend und Silvester. Fünf Prozent mehr, inklusive einer sozialen Komponente sowie Kostenübernahmen und bezahlte Freistellungen sowie eine Arbeitsteilzeitverlängerung, fordert die Gewerkschaft.

„80 Prozent unserer Leistungen sind auf Grund der Warnstreiks am Donnerstag bei uns ausgefallen”, berichtet West-Betriebsleiter Udo Winkens. Die West habe versucht, mit Hilfe privater Partnerunternehmen Notfahrpläne auf die Beine zu stellen. Bei den Zubringern für Grundschulen habe dies bis auf wenige Ausnahmen geklappt.

Im Vorfeld waren alle Schulen im Kreisgebiet von der West über die möglichen Streiks und deren Auswirkungen informiert worden. Nicht alle West-Mitarbeiter seien dem Streikaufruf gefolgt, so könnten der Werkstattdienst und die Verwaltungsarbeiten reibungslos abgewickelt werden. Hauptsächlich der Fahrdienst sei von den Warnstreiks betroffen.