Heinsberg: Warnhinweise werden zu oft ignoriert

Heinsberg : Warnhinweise werden zu oft ignoriert

Es soll ein Klima des Hinsehens und nicht des Wegschauens entstehen, darin waren sich die Mitglieder des Heinsberger Jugendhilfeausschusses einig. Das soziale Frühwarnsystem unter der Prämisse „Unterstützung im Alltag - Familienpatenschaften in der Stadt Heinsberg” soll bereits ab dem 1. Juli durch einen Kooperationsvertrag mit dem Caritasverband für die Region Heinsberg anlaufen.

Familien oder Alleinerziehende, die durch die Geburt eines Kindes und die damit verbundenen Belastungen überfordert sind, sollen auf diese Weise eine Unterstützung durch so genannte „Patinnen” erfahren, ehe es womöglich zu einer Situation mit katastrophalen Folgen kommt. Vorkommnisse der Vergangenheit, die in den Medien veröffentlicht wurden und bei denen stets die Kinder die Leidtragenden waren, sollen sich in Heinsberg nicht ereignen.

„Kommt es zu einer Eskalation der Probleme, wird rückwirkend oftmals deutlich, welche Entwicklung in vielen kleinen Schritten stattgefunden hat und wie viele Warnhinweise im Vorfeld gegeben waren, ohne dass ein Hilfesystem aktiv geworden ist.” Karl-Ernst Dahmen, Abteilungsleiter Kinder, Jugend & Familie beim Caritasverband, erläuterte die Problematik. Wie in Erkelenz bereits geschehen, wolle man sich auch in Heinsberg der Bielefelder Variante eines Frühwarnsystems anschließen, die bei Familien mit Neugeborenen oder Kleinkindern ansetze.