Erkelenz: Wahlkampf mit der Gesamtschule

Erkelenz : Wahlkampf mit der Gesamtschule

Die Sozialdemokraten stimmten sich auf die Kommunalwahl ein. Die Kandidaten der 22 Wahlkreise trafen sich zum Meinungsaustausch und gemeinsamen Essen.

Dabei, so betonte die Spitzenkandidatin Astrid Wolters, sollte es nicht kämpferisch, sondern eher gemütlich zugehen. Ganz ohne Politik ging es an dem Abend natürlich trotzdem nicht. Wolters, die in ihrem Wahlkampf auf „Herz und Verstand” setzt, umriss in einer kleinen Tischrede ihre Wahlziele und Eckpunkte des Programms.

Ein zentrales Thema ihres Wahlkampfes wird die geforderte zusätzliche Gesamtschule im Nordkreis sein. Die hohen Anmeldezahlen und die Zahl derer, die abgewiesen werden müssten, sprächen eine eindeutige Sprache und gäben den erklärten Willen vieler Eltern wieder, ihre Kinder auf eine Gesamtschule zu schicken. Die Ablehnung der CDU sei ideologisch bedingt. Deshalb werde die Erkelenzer SPD kommunenübergreifend mit den Genossen aus Wegberg und Hückelhoven für eine Gesamtschule im Einzugsgebiet kämpfen. Dementsprechend werde es im August eine zentrale Veranstaltung geben, bei dem das Thema im Mittelpunkt stehen wird.

Ein weiteres Thema ihres Wahlkampfes werde ein einzurichtende Ehrenamtspreis sein. Wolters erklärte, dass das unbezahlte und freiwillige Engagement vieler Bürger in Vereinen, der Kirche und für die Jugend hervorgehoben und gebührend geehrt werden müsste. Seit Jahren würden in Erkelenz die Sportler und Ehrenamter im Sport geehrt und jährlich in einem großen Festakt ausgezeichnet. Daher müsse auch das ehrenamtliche Engagement außerhalb des Sports Beachtung und Würdigung finden. Darüber hinaus sprach sie sich für das Solidaritätsprinzip aus, das in der Gesellschaft keine Alternativen habe. „Die Starken müssen die Schwachen tragen, Zu Hause, im Verein und in der Politik”, erklärte sie.

Der mehrmals an sie herangetragenen Forderung nach einem aggressiven Wahlkampf erteilte sie eine klare Absage. Gute Argumente, ein aussagefähiges Programm, aber auch Wertschätzung und Respekt gegenüber den politisch Andersdenkenden seien das richtige Rezepte, um die Wählergunst zu erlangen. „Ich mag Menschen, und da schaue ich nicht auf die politische Gesinnung”, betonte sie. Den Kandidaten machte sie Mut, denn „mit Optimismus und Kraft” könne man für die politische Mehrheit kämpfen.