Städteregion: Vosen geht gegen Kündigung vor

Städteregion : Vosen geht gegen Kündigung vor

Im Rechtsstreit des seit Februar dieses Jahres zunächst freigestellten und später fristlos gekündigten DRK-Kreisverbandsvorstands und Geschäftsführers der Rettungsdienst Städteregion Aachen gGmbH, Hans-Dieter Vosen, hat am Dienstag in Aachen ein erster Gerichtstermin vor Arbeitsrichterin Silke Schütz stattgefunden.

Der nach DRK-Geschäftsführer Peter Timmermanns Ende 2013 als ausgewiesener Sanierer engagierte Hans-Dieter Vosen strengt gegen seinen ehemaligen DRK-Kreisverband und gegen die ebenfalls von ihm bis Februar geleitete DRK-Rettungsgesellschaft eine Kündigungsschutzklage an.

Das Verfahren begann am Mittwoch mit dem sogenannten Gütetermin. Auf der Gegenseite von Kläger Vosen saßen die beiden neuen Geschäftsführer Markus Heim und Axel Fielen. Sie wurden durch den Aachener Arbeitsrechtler Markus Engels (Kanzlei Höhler-Neumann) vertreten. Anwalt Engels bezweifelte zunächst die Zuständigkeit von Richterin Schütz, da Vosen als ehemaliges Vorstandsmitglied nicht den Status eines Arbeitnehmers habe.

Schwierige Gemengelage

Die juristische Gemengelage ist schwierig. Zunächst muss Markus Engels mit dem beklagten DRK entscheiden, ob er die Zuständigkeit der 5. Kammer des Arbeitsgerichts mit Richterin Schütz rügt oder akzeptiert. Das muss nun innerhalb von zwei Wochen geschehen. Dann entscheidet das Arbeitsgericht, ob es zuständig ist. Falls nicht, müsste eine Zivilkammer des Landgerichts angerufen werden.

Beide Seiten sowie der in Düsseldorf ansässige DRK-Landesverband äußerten sich im Anschluss nicht zu den aktuellen Hintergründen. Die Sprecherin die Landesverbandes, Stefanie Kutschker, teilte unserer Zeitung auf Anfrage mit, dass man „aufgrund des Persönlichkeitsrechts“ von einer Stellungnahme absehe.

Auch Kläger Hans-Dieter Vosen hielt sich am Mittwoch bedeckt und erklärte nach dem Gütetermin hinsichtlich des Verfahrens: „Ich sage hier nichts.“