Heinsberg: Vorsitzende des Stadtsportbundes ist enttäuscht

Heinsberg : Vorsitzende des Stadtsportbundes ist enttäuscht

In der Gaststätte Cüppers am Heinsberger Torbogen begrüßte Willi Engels als Vorsitzender des Stadtsportbundes Heinsberg die Vereinsvertreter zur Jahresversammlung.

Einer der Höhepunkte der Versammlung war die Auszeichnung für Friedbert Görtz, der über 20 Jahre lang Geschäftsführer im Stadtsportverband war und nun für seine Arbeit mit der Ehrenurkunde ausgezeichnet. Görtz wurde unter Beifall zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Tätigkeitsbericht 2006 standen viele Sportveranstaltungen im Stadtgebiet auf dem Programm. Zum Bedauern des Vorstandes zeigte die Vereinswelt kein Interesse an „Sport mit Kindern und Jugendlichen in den Sommerferien”, wobei der Vorsitzende sich von vielen Vereinen enttäuscht zeigte. Eine Aktion für Jugendliche zum Thema „Alkohol und Nikotin” fand mageres Interesse: Von 320 angeschriebenen Vereinen hatten sich neun angemeldet.

„Wir verstehen die Panik der Fachverbände nicht, wir sind doch keine Konkurrenten”, so Peter Derichs, zweiter Vorsitzender im Stadtsportverband. „Wir müssen noch enger zusammenrücken und zusammenarbeiten”, sah Derichs hier das Modell der Zukunft. Der Landessportbund hat die Zeichen der Zeit erkannt: In der Zeit finanzieller Engpässe soll ein neues Modell mit dem Zusammenschluss einzelner Verbände die Lösung bringen.

Vorsitzender Willi Engels sah sogar ein Umdenken in den Vereinen: Statt auf Jugend zu setzen sollte viele das Augenmerk auf die Alten und Familien richten. „Viele Vereine haben kein Nachwuchsproblem, sie haben ein Betreuerproblem”, sprach Hansen aus Unterbruch als Vertreter in der Vereinsarbeit vielen aus der Seele.

Angesprochen wurde auch das Sportangebot der Vereine mit Blick auf auf die Ganztagsschule: Hier könnten die Vereine Werbung machen. Wobei viele dann auch ein wirkliches Betreuerproblem in den Nachmittagsstunden sahen.