Selfkant/Oberstdorf: Von Tüddern nach Oberstdorf geradelt

Selfkant/Oberstdorf : Von Tüddern nach Oberstdorf geradelt

Dem Velo-Club Selfkant bot sich nach 715 Kilometern und 5000 Höhenmetern ein krönender Empfang in Oberstdorf.

Am Mittwoch, 21. Mai, um 14 Uhr schickte Bürgermeister Herbert Corsten zwölf Mitglieder des Velo-Clubs-Selfkant auf die Reise von Tüddern nach Oberstdorf, diese Strecke galt es in drei Tagen zu überwinden, für Sonntag war die Rückreise per Auto und Bahn angesetzt.

Elf Radler und ein Mann im Begleitfahrzeug machten sich auf die in akribischer Kleinarbeit und mit Hilfe von Google-Luftaufnahmen erarbeitete Strecke, die weitgehend über ruhige Nebenstraßen führte.

Am Mittwoch waren „nur” 140 Kilometer bis Bad Breisig am Rhein zu überwinden. Einziges Hindernis hierbei war eine Straße oberhalb des Ahrtales, die sich als circa ein Kilometer lange, brutale Schotterstrecke entpuppte.

Am nächsten Tag ging es zunächst bis Bingen am Rhein entlang, dann über das hügelige Pfälzerland nach Worms und von dort nach Viernheim, wo nach 195 Kilometer Station war. Am Freitag wartete mit der Strecke nach Geislingen an der Steige die „Königsetappe”.

205 Kilometer und 2020 Höhenmeter bei - wie schon an den Vortagen - ständigem Gegenwind über die Höhenzüge des südlichen Odenwaldes, der Löwensteiner Berge, des Fränkischen Waldes und der Schwäbischen Alb gingen doch mächtig an die Substanz.

Den Glanzpunkt setzte der letzte Tag nach Oberstdorf, an dem die Streckenführung von Radsportfreunden aus Kempten vorgeschlagen worden war: 175 Kilometer und 1500 Höhenmeter auf traumhaft schönen Nebenstraßen. Dabei wurde der Velo-Club von einer starken Gruppe des RSC Kempten begleitet.

Allerdings führte die Angewohnheit der bayrisch-schwäbischen Radsportler, bei solch einer Tour unbedingt auch eine Brotzeit mit mindestens einer Maß Bier zu machen, dazu, dass sich die Ankunft in Oberstdorf um eine Stunde verzögerte.

Schließlich rollte die Gruppe um 17 Uhr rechtzeitig vor dem heraufziehenden Regen in Oberstdorf ein, nach 715 Kilometern und mehr als 5000 Höhenmetern, nach einer unfall- und ausfallfreien Fahrt mit nur zwei „Platten” und einer gebrochenen Speiche und ohne sich auch nur ein einziges Mal zu verfahren.

Bei der Ankunft am Oberstdorf-Haus wurden die Radler von den beiden Bürgermeistern der Zipfelgemeinden herzlich empfangen. Nach dem Austausch von Gastgeschenken durch die beiden Bürgermeister durften die Selfkant-Botschafter dann endlich ihr Quartier aufsuchen und den Abend in Oberstdorf zünftig ausklingen lassen.