Von Polizei verfolgt und in Sittard tödlich verunglückt

Von Polizei verfolgt und in Sittard tödlich verunglückt

Selfkant-Heilder / Sittard. Mit dem Unfalltod des Flüchtenden endete am Mittwochmorgen eine Verfolgungsfahrt der Polizei.

In der Nacht hatten Beamte der Polizeihauptwache Heinsberg gegen 1.20 Uhr eine allgemeine Verkehrskontrolle in Selfkant-Heilder auf der Selfkantstraße eingerichtet. Im Rahmen dieser Überprüfung wurde gegen 1.25 Uhr ein BMW angehalten, an dem keine Kennzeichen angebracht waren.

Als einer der Beamten auf den Wagen zuging, gab der Fahrer nach Polizeiangaben Gas und fuhr in Richtung Tüddern davon. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und fuhren dem Flüchtenden hinterher. Mit hoher Geschwindigkeit fuhr der BMW über die deutsch-niederländische Grenze in Richtung Sittard.

Aufgrund der schnellen Fahrt vergrößerte sich der Abstand zu dem Polizeifahrzeug immer mehr. So konnten die Beamten nach eigener Aussage auch nicht mehr sehen, dass der Fahrer des BMW in Sittard, ausgangs einer langgezogenen Rechtskurve, die Kontrolle über seinen Wagen verloren hatte und von der Fahrbahn abgekommen war.

Als die Polizisten die Kurve erreichten, sahen sie den BMW auf dem Dach in einem größeren Bach liegen. Es ragte nur noch das Heck aus dem Wasser. Der Fahrer befand sich immer noch in seinem Wagen, konnte aber von den Polizeibeamten nicht befreit werden. Die alarmierten Rettungskräfte bargen den BMW aus dem Bach. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Insassen feststellen.

Im Laufe des Tages wurde der Fahrer, der bei dem Verkehrsunfall ums Leben kam, identifiziert: Es handelt sich um einen 31-jährigen Mann aus Heinsberg. Der allein lebende Mann war bereits polizeilich in Erscheinung getreten, berichtete die Polizei-Pressestelle. Die weiteren Überprüfungen ergaben, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis und der BMW nicht zugelassen war. Da der Wagen nicht als gestohlen gemeldet worden ist, wird noch überprüft, wem dieser BMW gehörte.