Erkelenz-Lövenich: Vom Bäcker zum Präses der Kolpingfamilie

Erkelenz-Lövenich : Vom Bäcker zum Präses der Kolpingfamilie

„In der Gegenwart muss unser Wirken die Zukunft im Auge behalten.” Diesen Aufruf vom Gesellenvater Adolph Kolping (1813-1865) hat sich der neue Diözesanpräses des Kolpingwerkes des Diözesanverbandes Aachen, Pfarrer Franz-Karl Bohnen (44), auf sein Programm geschrieben.

Die Delegierten wählten ihn für fünf Jahre einstimmig zum neuen Diözesanpräses. Bohnen übernahm das Amt von Pater Wilhelm Bergmann, der über 30 Jahre im Bistum Aachen 44 Kolpingfamilien mit über 4000 Mitgliedern jedweden Alters betreute und begleitete.

In seiner neuen Aufgabe sieht Bohnen auch persönlich eine Parallele zu Adolph Kolping, die ihm Mut für die nicht leichte Aufgabe macht. Kolping erlernte das Schuhmacherhandwerk und wurde später Priester.

Er hatte vor allem die wandernden Handwerksgesellen im Blick, als er 1849 in Köln den ersten Gesellenverein gründete, um dem Handwerkernachwuchs soziale Sicherung und Bildung zu ermöglichen. Der neue Diözesanpräses hatte ursprünglich das Bäckerhandwerk gelernt und war bis 1985 Bäckergeselle.