Gangelt: Volles Programm rund um das Pferd

Gangelt : Volles Programm rund um das Pferd

Es war ein Festtag für die Reiter, für die Besucher und natürlich für die Pferde, die sich auf Einladung des Kreisverbandes der Reit- und Fahrvereine im Kreis Heinsberg mit seinen 16 Mitgliedesvereinen zum „Tag des Pferdes“ auf der herrlichen Anlage im Rodebachtal eingefunden hatten.

In diesem Fall hatte der Tag sogar 72 Stunden, denn das Fest begann schon am Freitag mit einer Springprüfung für junge Pferde und endete mit einem Springen der Klasse M am Sonntagnachmittag.

Auch die Jüngsten kamen beim „Tag des Pferdes“ auf ihre Kosten. Wie zum Beispiel beim Goldwaschen.

Dazwischen lag bei der achten Auflage des Treffens für Pferdefreunde ein umfangreiches Programm rund ums Reiten. Jedenfalls konnte Hans Peter Molls, der Kreisvorsitzende der Reiterschaft, bei seinen Rundgängen immer wieder viel Lob einsammeln.

Stärkung muss sein! Das galt am Wochenende natürlich auch für die Vierbeiner.

Das galt neben dem sportlichen Teil vor allem für das Show-Programm am Samstagabend. Die Frage nach der geschätzten Zuschauerzahl beantwortete Josefine Molls vom Organisationsteam mit einem langgezogenen „Puuuh...“, um sich dann auf „deutlich über 2000“ festzulegen.

Unter der Überschrift „Quadrillen“ gab es Vorführungen in Dressur, Springen und rasanten Fahrmanövern. Josh Clemens ist mit seiner Stunt-Gruppe vielen ein fester Begriff. Er enttäuschte das begeisterte Publikum ebenso wenig wie die „Wadaiko RosenStrauch“, eine Trommlergruppe aus Heinsberg, die mit ihrem japanisch angehauchten Programm voller Energie schon bei der Eröffnungsfeier der Reit-WM 2015 in Aachen dabei war.

Nachdem in den vergangenen Jahren auch schon einmal Schlechtwetterfronten mit reichlich Regen das Areal am Rodebach unter Wasser gesetzt hatten, waren diesmal Petrus und immer wieder Sonnenschein als Mitstreiter vor Ort. Rund 100 ehrenamtliche Helfer waren mit von der Partie.

Dass Reitsportler nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Belgien und den Niederlanden am Start waren, ist nicht selbstverständlich. In Niederbusch brachte man es sogar zu einem speziellen internationalen Wettbewerb, dem „Euregio-Dressur-Festival“.

Wenn dann auf den Außenplätzen oder auf dem großen Turniergelände einmal ausnahmsweise keine Pferde unterwegs waren, konnten die Gäste sich im Messebereich umsehen. Handwerk, Betriebe, Geschäfte und auch Künstler zeigten vieles, was rund um das Thema Pferd neu oder von Belang war. In einem der Zelte wurde mit dem Slogan „Ich zeichne ihren Liebling“ geworben. Dass hier meist Fotos von Pferden und Hunden abgegeben wurden, ist eine nette Randnotiz.

Es gab auch einen Bereich, der dem Nachwuchs vorbehalten war. Dort konnte Gold gewaschen werden, Hufeisenwerfen stand auf dem Programm und im Indianerdorf wurde mit Pfeil und Bogen um Punkte gekämpft. Alles in allem wieder eine runde Sache, die da beim Tag des Pferdes auf die Beine gestellt wurde. Es wurde aber auch einmal mehr deutlich, dass das Areal im Naturschutzgebiet Rodebachtal deutlich zu klein für eine so große Veranstaltung ist. Hier gilt es für Hans Peter Molls und seine Mitstreiter alsbald tätig zu werden.

(hama)