Heinsberg: „Voll krass”-Gewinner ausgezeichnet

Heinsberg : „Voll krass”-Gewinner ausgezeichnet

Tiere und Geister, Urlaub und Schule, das Wetter, die Politik und natürlich aktuelle Ereignisse lieferten die Ideen.

Umgesetzt wurden sie beim Wettbewerb „Voll krass - Schreibt auf, was Euch bewegt”, zu dem die HZ und die Raiffeisenbank Heinsberg zum Jahresbeginn aufgerufen hatten.

„Wir wollten uns im Hinblick auf die negativen Ergebnisse der Pisa-Studie nicht an der Ursachenforschung beteiligen, sondern vor Ort ein kleines Stück Motivationsförderung betreiben, um zu zeigen, dass das Potenzial der Schüler größer ist, als die Studie dokumentiert”, so HZ-Redaktionsleiter Rainer Herwartz als Ideengeber bei der abschließenden Preisverleihung.

Im Dienstleistungszentrum der Raiffeisenbank Heinsberg, die den Wettbewerb als Partner mit tollen Preisen unterstützte, begrüßte Bankdirektor Hans-Hubert Hermanns die Preisträger des Literaturwettbewerbs zur Siegerehrung.

Nicht nur die schriftstellerischen Nachwuchstalente, sondern auch die Jurymitglieder Annegret Krewald, Franz Jakobs und Heinrich Spiegel hieß er dazu herzlich willkommen.

Bewusst hatten die Initiatoren auf ein bestimmtes Wettbewerbsthema verzichtet, um so möglichst viele junge Leute zum Mitmachen zu animieren.

Das nicht die besuchte Schule, sondern das individuelle schriftstellerische Talent, Sprache und Ausdruck sowie das gewählte Thema die Jury überzeugten, dafür lieferten in der Gruppe der Klassen 11 bis 13 zwei Schwestern den besten Beweis.

Katharina Schmidt und Sakia H. Schmidt aus Kirchhoven, die eine Schülerin am Kreisgymnasium Heinsberg, die andere an der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg, landeten auf den beiden vorderen Plätzen.

Sehr unterschiedlich wurde der Wettbewerb in den Schulen aufgegriffen. Vorbildlich engagierte sich die Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg, wo der Literaturwettbewerb gleich in mehreren Klassenverbänden zum Projekt wurde.

So stellte die Betty-Reis-Schule auch mehr als die Hälfte der eingesandten Arbeiten. Die Belohnung war ein Scheck über 500 Euro für die Schulbibliothek, den Bankdirektor Hans-Hubert Hermanns und Rainer Herwartz an Schulleiter Heinrich Spiegel überreichten.

Spiegel bedankte sich zugleich als Mitglied der Jury bei der Raiffeisenbank und der HZ für die Initiative, „einen Wettbewerb für realistische Schreibanlässe in die Schulen zu tragen”. „Interessant war dabei”, so Spiegel weiter, „dass die Themenschwerpunkte in den drei Jahrgangsgruppen doch sehr unterschiedlich waren”.

Als erfreulich wertete er die Tatsache, dass die schönen Dinge des Lebens - außergewöhnliche Fahrten oder Ferienerlebnisse - und eher selten wirklich traurige Dinge als „voll krass” empfunden wurden.

„In der Altersstufe 8 bis 10 Jahre drängen andere Dinge in den Vordergrund als in der Sekundarstufe II, wo die Schule einen erheblichen Raum einnahm.” Für die Jury sei die Wahl nicht leicht gewesen, aber spannend, berichtete er. „Ich denke, dass alle, gleich welchen Platz sie nun im Wettbewerb einnehmen, gezeigt haben, dass Schreiben auf Interesse fällt.”

Alle Beteiligten profitierten vom Wettbewerb, da waren sich Initiatoren und Jury einig. Die anwesenden Sieger sowieso, denn sie bekamen ganz tolle Preise, die Raiba-Pressesprecher Roland Meintz überreichte.