Kreis Heinsberg: Völkerverständigung auf sportliche Art und Weise

Kreis Heinsberg : Völkerverständigung auf sportliche Art und Weise

Eine erlebnisreiche Woche verbrachten 18 Schülerinnen und Schüler der Gangelter Realschule mit ihren beiden Lehrerinnen Heike Dahlmanns und Anna Jakobs beim Sportfestival der drei Partnerkreise aus Ungarn, Schottland und Deutschland, Komárom-Esztergom, Midlothian und Heinsberg, das in diesem Jahr in Ungarn stattfand.

Die Gastgeber hatten ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. Wie es sich für ein Sportfestival gehört, standen natürlich viele sportliche Begegnungen an.

Die Elf- bis 15-Jährigen waren vor allem im Fußball und Schwimmen aktiv. Diese Wettkämpfe, aber auch die gemeinsame Unterbringung der Teilnehmer aus den drei Ländern förderte die Kontaktaufnahme auch außerhalb des Programms ungemein und bedeutete Völkerverständigung im besten Sinne. So waren die sportlichen Wettkämpfe als solche auch weitaus wichtiger als die Ergebnisse.

Eindrucksvoll war das Besichtigungsprogramm. Ein Muss für jeden Besucher des ungarischen Partnerkreises ist die sehenswerte und wunderbar hoch über der Donau gelegene Basilika von Esztergom. Schon da klickten die Fotoapparate und Fotohandys. Erst recht in der beeindruckenden Festung Monostor in Komárom. Auch das Olympiazentrum Tata in der sportbegeisterten Region Komárom-Esztergom stand auf dem Programm.

Darüber hinaus waren die Partnerkreise jeweils mit einer kleinen offiziellen Delegation vertreten. In Vertretung des terminlich verhinderten Landrates wurde die Delegation aus dem Kreis Heinsberg vom Dezernenten Helmut Preuß angeführt. Als Repräsentanten des Kreistages waren der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Partnerschaft und Tourismus, Erwin Dahlmanns und Dieter Meurer, beteiligt.

Für die Offiziellen bot der Besuch des Budapester Parlamentes die Gelegenheit zum Gespräch mit dem für Infrastruktur zuständigen Staatssekretär Dr. Pál Völner, der vor seinem Amtsantritt Landrat des Komitats Komárom-Esztergom war. Er unterrichtete über aktuelle Maßnahmen und Projekte.

Die offiziellen Delegationen vereinbarten in ihrer traditionellen Gesprächsrunde unter anderem, dass künftig die individuellen Begegnungen zwischen Vereinen und Schulen verstärkt gefördert werden sollen. Von einem turnusmäßigen Sportfestival, das nun jeweils einmal in jedem Partnerkreis stattgefunden hat, soll nicht zuletzt wegen des finanziellen und organisatorischen Aufwands abgesehen werden.

Vorausgeschaut wurde in Ungarn bereits auf das Jahr 2011, wenn das traditionelle, große Freundschaftsfestival turnusgemäß im Kreis Heinsberg stattfinden wird. An die schottischen und ungarischen Partner wurden die Einladungen ausgesprochen. Das Festival ist in der zweiten Herbstferienwoche vom 29. Oktober bis zum 5. November 2011 geplant.

Aus jedem Partnerkreis sind jeweils 50 Personen aus den Bereichen Musik, Gesang und Tanz eingeladen. Darüber hinaus soll eine maximal fünfköpfige Delegation aus jedem Partnerkreis beteiligt werden. Die schottischen und ungarischen Partner suchen zurzeit nach interessierten Teilnehmern und Gruppen. Sobald diese feststehen, wird der Kreis Heinsberg nach passenden Gastgebern suchen.

Interessierte Vereine können sich aber bereits jetzt bei der Kreisverwaltung in Heinsberg unter 02452/131005 bei Jochen Ciosz melden.