Erkelenz: Voba legt Geschäftszahlen vor: Klippen umschifft

Erkelenz : Voba legt Geschäftszahlen vor: Klippen umschifft

„Wir sind mit dem Ergebnis von 2008 nicht zufrieden, haben aber die Klippen umschifft, und in diesem Jahr läuft es auch etwas besser an”, meinte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Erkelenz-Hückelhoven-Wegberg Dr. Veit Luxem bei einem Pressegespräch zusammen mit seinen Kollegen Josef Brück und Rainer Corsten.

Luxem ging in seinem ausführlichen Geschäftsbericht auf das turbulente Jahr in der Bankenlandschaft ein. Er führte aus, dass der größte Wirtschaftsabschwung in der Geschichte der Bundesrepublik zu verzeichnen sei.

Diese Entwickung, so Dr. Luxem, schlage sich auch in der Bilanz der Volksbank nieder, aber die Genossenschaftsbanken seien dank ihrer Finanzpolitik mit einem „Unser Geschäftsmodell funktioniert auch in Krisenzeiten.” Und Luxem ergänzte: „Die Volksbank Erkelenz-Hückelhoven-Wegberg ist in ihrer Bilanz deutlich besser mit dem Jahr 2008 zurecht gekommen als die globalen Finanzkonzerne.”

Luxem räumte ein, dass die Kreditnachfrage stagniere, man mehr auf die Werterhaltung schaue. Er registrierte für den härtesten Wettbewerb, den die Volksbank je zu bestehen hatte. Die Kundeneinlagen seien jedoch gestiegen, auch wenn die Zinsstruktur auf 12,9 Millionen Euro gesunken ist.

Das Vermögen der Kunden ging, allerdings allein aufgrund der Kursverwerfungen Ende des Jahres, um 47 Millionen auf 776 Millionen Euro zurück. Die Kundeneinlagen in der Bilanz erreichten 457 Millionen Euro. Die Kunden, so Dr. Luxem weiter, seien sehr auf Sicherheit bedacht. Auch das Sparbuch als sicherer Hort für Notgroschen rücke wieder stärker in den Mittelpunkt. Die Bausparkassenverträge und die Lebensversicherungen hätten zugelegt.

Viele Unternehmer im Kreis Heinsberg seien vorsichtige Kaufleute, stellte Luxem anhand der Ergebnisse fest. Als solche habe mancher Mittelständler eher Sondertilgungen getätigt als in neue Projekte investiert. Das gelte auch für private Bauherrn.

Die Volksbank vermittelte 152 Programmkredite mit einem Volumen von 11,9 Millionen Euro. 7,7 Millionen Euro oder 113 Stück sind für Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien oder für Energiesparprojekte eingesetzt worden.

Luxem erwähnte, dass 65 Immobilien mit einem Volumen von 9,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr vermittelt wurden und die vertraglich eingegangenen Verpflichtungen von 10,9 Millionen Euro, die durch die Fusion mit der Volksbank Wegberg entstanden sind, innerhalb von vier Jahren restlos erledigt wurden.

Stolz ist er auf die Leistungen der 218 Mitarbeiter, für die 536 Tage Weiterbildung finanziert wurde 23 Auszubildende wurden an 1643 Tagen geschult. 1,1 Millionen Euro wurden von dem Geldinstitut vor Ort investiert und dabei möglichst heimische Unternehmen beauftragt.

Fast 50.000 Kunden könnten sich auf ihre Volksbank verlassen, meinte Luxem.

Er verkündete einen Jahresüberschuss in Höhe von einer Million Euro verkünden. Auf Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand werden 600.000 Euro in die Rücklagen eingestellt. 183.000 Euro fließen in die gesetzliche Rücklage fließen, 417.000 Euro in andere Ergebnisrücklagen. An die Mitglieder wird eine Dividende von 5,6 Prozent auf Geschäftsguthaben zu zahlen. Dies mache exakt die Summe von 430.302,07 Euro aus, so Luxem.