Waldfeucht-Haaren: Villa Viva als Heimat dementer Menschen

Waldfeucht-Haaren : Villa Viva als Heimat dementer Menschen

Ein historisches Gemäuer wird zu neuem Leben, zu einer neuen Zweckbestimmung erweckt. Die lange Zeit brachliegende Alte Schule in Althaaren wird künftig als „Villa Viva” eine Heimat für demente Menschen sein.

Ihre besondere Liebe zu altem Gemäuer und der Gedanke, dass an dieser Stätte vielen Alt-Haarenern Lesen und Schreiben beigebracht wurde, hatte das Investoren-Ehepaar Petra und Hans Josef Schroeders bewogen, das Gebäude zu sanieren und einen Teil der Historie ihres Heimatortes zu erhalten.

Nach der Sanierung bietet sich dem Betrachter der Anblick eines hellen, einladenden Gebäudes mit großen Fenstern und einer neu konzipierten, großzügigen Außenanlage. Als historischer Hinweis auf die ehemalige Schule sind der portalartige Haupteingang und die doppelflügelige Eingangstür zur Haarener Straße sowie die rückwärtige Eingangstür zur Lehrerwohnung im Original belassen worden. Um den Ansprüchen der neuen Wohnform gerecht zu werden, wurden Treppenhaus und Aufzug angebaut.

Das Mietangebot richtet sich an pflegebedürftige Menschen mit geistigen Gebrechen. Darunter fallen vor allem Demenzkranke, die alleinstehend sind oder zu Hause nicht mehr gepflegt werden können. Die Mieter bilden eine Wohngemeinschaft, in der sie durch ihre Vertreter - etwa Angehörige oder Betreuer - repräsentiert werden. 24-Stunden-Betreuung und Pflege sollen durch einen ambulanten Pflegedienst sichergestellt werden, den sich die Wohngemeinschaft selbst aussucht.