Vier Millionen Euro fließen in die Region

Vier Millionen Euro fließen in die Region

Kreis Heinsberg. Das Amt für Agrarordnung fördert in diesem Jahr 15 kommunale und 48 private Dorferneuerungsmaßnahmen in der Region mit insgesamt vier Millionen Euro.

Damit werden Investitionen von rund acht Millionen ausgelöst, die in Aufträge für die regionale Bauwirtschaft und ortsansässige Handwerksbetriebe münden und dadurch einen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen leisten. Die Fördermittel kommen aus dem NRW-Programm „Ländlicher Raum” und werden zu großen Teilen vom Bund und der Europäischen Union mitfinanziert.

Historische Gebäude sanieren und pflegen

Bei den geförderten Privatmaßnahmen geht es regelmäßig darum, historische und dorfbildprägende landwirtschaftliche Gebäude zu sanieren und zu pflegen.

Unter den Maßnahmen sind aber auch drei Umnutzungen von Ställen und Scheunen, die für den landwirtschaftlichen Betrieb nicht mehr benötigt werden und die zukünftig als Bauerncafe, Hofkäserei oder Übernachtungsmöglichkeit den Landwirten ein zusätzliches Einkommen sichern.

Gleichzeitig werden durch die neue Nutzung den ländlichen Raum prägende Gebäude dauerhaft erhalten und das touristische Angebot erweitert.

Hohes Niveau bei Gestaltung

„Die Aussicht auf eine konkrete Förderung motiviert die Eigentümer oft zu einem hohen Niveau bei Gestaltung und baulicher Ausführung. Der Umgang mit historischer Bausubstanz ist auch Dank der intensiven fachlichen Begleitung durch unser Amt deutlich sensibler geworden”, berichtete Günter Flamm, Pressesprecher des Amtes für Agrarordnung Euskirchen. Häufig hätten die geförderten Objekte Vorbildfunktion für andere Baumaßnahmen im Dorf.

Die Gemeinden erhalten mit 2,5 Millionen Euro den größten Batzen der Fördergelder, zu denen die Europäische Union im Eifelraum 50 Prozent und ansonsten 25 Prozent zuschießt.

Die Anlage von Dorfplätzen und die dorfgerechte Neugestaltung von Straßen bilden den Schwerpunkt der kommunalen Dorferneuerungsprojekte zwischen Dahlem in der Eifel und Geilenkirchen im Heinsberger Raum.

So wird beispielsweise die Neugestaltung der Brüllschen Straße und Norbertiner Straße in Prummern mit 240 000 Euro und in Teveren ein 200 Meter langes Stück der Von-Grünberg-Straße mit 117 000 Euro gefördert.

Betonung des dörflichen Charakters

Bei allen Neu- und Umgestaltungsmaßnahmen steht die Betonung oder Wiederherstellung des dörflichen Charakters im Vordergrund. „Dörfliche Maßstäbe bei den Baumaßnahmen, die die Wohn- und Lebensqualität, aber auch die Chancen für den Fremdenverkehr verbessern und gleichzeitig eine ökologische Aufwertung durch Entsiegelung und Begrünung beinhalten, sind unabdingbare Voraussetzungen für die großzügige Förderung durch Bund, Land und Europäische Union”, betonte der Pressesprecher des Amtes.