Heinsberg: Viele Spenden für die JVA-Häftlinge zum Weihnachtsfest

Heinsberg : Viele Spenden für die JVA-Häftlinge zum Weihnachtsfest

Die kleine Sakristei hinter der Kirche in der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Heinsberg gleicht einem kleinen Warenlager. Kartons und Kisten stapeln sich überall, darin fein säuberlich sortiert Schokolade, Gebäck und andere Süßigkeiten.

Der Schrank birgt neben den Kerzen für den Altar jetzt auch Kaffee und Tabak, der Kühlschrank in der kleinen Küche nebenan ist gut gefüllt mit Dauerwurst und verpacktem Käse.

Wie sein evangelischer Kollege Günter Pilger freut sich der katholische Gefängnisseelsorger Marian W. Janke sehr über die zahlreichen Spenden, die auch in diesem Jahr wieder für die Gefangenen abgegeben worden sind. Jankes Dank geht dabei vor allem an die Pfarr- und Gemeindeämter, die alle Spenden angenommen und an die JVA weitergeleitet haben. Höher als sonst war sogar die Summe der Geldspenden, die es den Pfarrern erlaubt hat, für die Gefangenen auch Tabak zu kaufen.

Für jeden Gefangenen gibt es zum Fest jetzt eine Tüte, die neben Süßigkeiten einen Kalender sowie einen Gruß von Bischof Heinrich Mussinghoff und von Superintendent Jens Sannig enthält. Mehr als 20 Gefangene erhalten darüber hinaus eine größere Zuwendung, weil sie keine oder kaum finanzielle Möglichkeiten hatten, sich selbst etwas zu kaufen.

Es sei schön zu erfahren, dass die Menschen was übrig hätten für die Insassen der JVA, sagt Küster Majid, der die Pfarrer beim Packen der Weihnachtszuwendungen ebenso unterstützt wie sein Mithäftling Mohamed.

Durch die Aktion werde den Menschen außerhalb der Mauern zugleich die Existenz des Gefängnisses in der Region wieder bewusst, ergänzt Janke.