Aachen: Viel Lob aus Düsseldorf für Schulhöfe zum Wohlfühlen

Aachen : Viel Lob aus Düsseldorf für Schulhöfe zum Wohlfühlen

Mit einem Schulhof sei es wie mit einer italienischen Piazza, meint Rainer Klenner vom Landesbauministerium. Und wenn Jugendliche und Kinder es schafften, den Wert, den eine Piazza für eine Stadt bringe, nämlich Treffpunkt und Raum für den Austausch zwischen Menschen zu sein, in ihre Schule zu holen, dann sei dieser Verdienst ein besonderes Lob wert.

Deshalb zeigte sich der Ministerialdirigent mehr als beeindruckt von Aktionsgeist und Gemeinschaftssinn, die zahlreiche Schüler aus der Städteregion im Rahmen des EuRegionale-2008-Projekts „SchulenBauenPartnerschaften” bewiesen haben: „Wie die jungen Menschen ihre Schulhöfe nach eigenen Ideen umgestaltet haben, ist toll. Wenn solch eine Aktion dann auch noch grenzüberschreitend abläuft, ist das ungewöhnlich, aber umso bemerkenswerter.”

Gemeinsam mit Schulkameraden von Partnerschulen aus Belgien und den Niederlanden hatten Schüler der Erich-Kästner-Hauptschule aus Herzogenrath-Kohlscheid, der Grundschule Nettersheim-Marmagen, der Goethe-Hauptschule Baesweiler und des Aachener St.-Leonhard-Gymnasiums auf Initiative des Aachener Vereins Stadtoasen in Projektwochen ihre Schulhöfe zu Wohlfühlorten umgestaltet.

Dabei wurden Beton und Asphalt aus dem Umfeld der Schulen verbannt, stattdessen Spielgeräte aus Holz, Sitzecken aus bunten Mosaiken und Anlagen mit Mulch installiert. „Unser Schulhof ist jetzt viel bunter. Wir haben viele Jugendliche kennengelernt. Das war zunächst lustig, weil die Verständigung wegen der anderen Sprachen nicht direkt geklappt hat, aber durch Anpacken und Tun haben wir es am Ende doch geschafft”, erinnert sich Ina Braun vom St.-Leonhard-Gymnasium.

Doch gerade bei grenzüberschreitenden Kontakten soll das vom Land NRW geförderte Projekt Erfolge bringen. „Wir müssen die Kontakte zu unseren Nachbarländern systematisieren und strukturieren, damit gemeinsame Projekte in Zukunft regelmäßig statt zufällig stattfinden”, gibt Annette Knobbe vom Bildungsbüro der Städteregion als Ziel vor. Mit Monika Frohn vom Deutsch-Niederländischen Jugendwerk unterzeichnete sie bei der Abschlussfeier des Projektes eine Kooperationsvereinbarung. Diese garantiert, dass „SchulenBauenPartnerschaften” und ähnliche Projekte ins Bildungsprogramm der Städteregion integriert werden.