VHS ändert die Entgeltordnung

VHS ändert die Entgeltordnung

Kreis Heinsberg. Unter dem Vorsitz von Christiane Leonards-Schippers (CDU) tagte erstmals seit den Kommunalwahlen das Kuratorium der Anton-Heinen-Volkshochschule im Kreishaus.

Gesetzliche Änderungen machten eine Änderung der Entgelt-Befreiungsregelung notwendig. Um - soweit möglich - bislang entgeltbefreiten Personen weiterhin die Entgeltbefreiung zuteil werden zu lassen, schlug die die Verwaltung vor, dass Empfänger von Arbeitslosengeld nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III sowie Empfänger von Sozialhilfe nach SGB XII und Empfänger von Arbeitslosengeld II beziehungsweise Sozialgeld nach SGB II von der Zahlung befreit werden sollten.

Da die Befreiungsregelungen den Sinn hätten, den Personen, die in der Regel über geringere finanzielle Mittel verfügen, die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen - im Interesse einer Verbesserung der Chancen im Beruf und auf dem Arbeitsmarkt - zu ermöglichen, wurde zudem vorgeschlagen, die Entgeltbefreiung auf die Fachbereiche zu beschränken, die einen eindeutigen und unmittelbaren Berufs- oder Arbeitsweltbezug haben.

Dies sind die Fachbereiche 3 (Abschlussbezogene Bildung - Zweiter Bildungsweg), 4 (Erziehung und Psychologie), 5 (Gesellschaft), 6 (Sprachen), 7 (Büromanagement, EDV), 8 (Naturwissenschaften, Umwelt) und 10 (Haushaltsführung).

Das Kuratorium schloss sich den Vorschlägen der Verwaltung einstimmig an. Die Änderungen treten, was den berechtigten Personenkreis angeht, mit sofortiger Wirkung und, was die Fachbereiche betrifft, mit Beginn des Arbeitsjahres 2005/2006 in Kraft.

Zuwanderungsgesetz

Zu Jahresbeginn ist das neue Zuwanderungsgesetz in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz werden erstmals staatliche Integrationsangebote für Ausländer, Spätaussiedler und Unionsbürger gesetzlich geregelt. Neu zuwandernde Ausländer aus Drittstaaten, die sich dauerhaft in Deutschland aufhalten, und Spätaussiedler erhalten einen Anspruch auf Teilnahme an einem Integrationskurs.

Dieser besteht aus einem leistungsdifferenzierten Basis- und Aufbausprachkurs „Deutsch” von in der Regel 600 Unterrichtsstunden und 30 Stunden Einführung in die Rechtsordnung, Kultur und die Geschichte Deutschlands. Die Anton-Heinen-Volkshochschule ist zwischenzeitlich als ein Träger für Integrationskurse vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugelassen worden.

Die VHS beabsichtigt, aufgrund der hohen gesellschafts- und sozialpolitischen Bedeutung der Kurse sich intensiv um möglichst viele Teilnehmer zu bemühen. Es wird davon ausgegangen, dass die Integrationskurse zumindest kostendeckend durchgeführt werden können. Das Kuratorium stimmte den Plänen einstimmig zu.