Heinsberg: Verzauberter Hörerkreis feiert Gitarristin

Heinsberg : Verzauberter Hörerkreis feiert Gitarristin

Was die Gitarre anlangt, war Heinsberg schon immer eine erste Adresse. Das verdankt die Stadt nicht zuletzt der Jugendmusikschule.

Nach beiden spektakulären Gitarrenfestivals hat sich die Situation noch verbessert, indem internationale Gitarristen auf überregionale Zuhörerschaften trafen. Auch beim Konzert mit der Koreanerin Kyu-Hee Park (23) in der evangelischen Kirche war jetzt die Resonanz überaus erfreulich.

2007 hatte das Publikum die fast noch kindlich wirkende Künstlerin wegen des außerordentlichen Könnens zur Favoritin erklärt. Wie richtig es dabei lag, bewies, dass auch die Jury dieser Auffassung war und ihr zusammen mit einem weiteren Bewerber, der im Oktober gastiert, den ersten Preis zuerkannte.

Schöner Brauch ist es, den Publikumsliebling im Jahr darauf in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule (VHS) zu einem Sonderkonzert einzuladen, mit dem gleichzeitig der musikalische Herbst in der Kreisstadt begann.

Die in Wien lebende und von dort aus im europäischen Festivalgeschehen mitmischende Asiatin zeichnet ein ungemein subtiles Spiel aus, dem sie sich wie jeder Vollprofi völlig auswendig widmete.

Ein Übriges an Wohlklang bewirkte die evangelische Kirche. Das Programm bestand aus erstklassiger Gitarrenliteratur aus drei Jahrhunderten, wobei die Betonung auf Virtuosität und Entspannung lag.