Waldfeucht-Haaren: Verrückte Idee begeistert nach wie vor die Massen

Waldfeucht-Haaren : Verrückte Idee begeistert nach wie vor die Massen

„Es war vor 40 Jahren schon eine verrückte Idee, ein bayrisches Volksfest an die Grenze zu holen, und noch mehr Mut gehörte dazu, diese Idee auch umzusetzen”, zollte Dr. Gotthard Kirchner als Präsident des Komitees Haarener Oktoberfest den Initiatoren Respekt.

Ideenlieferanten waren damals seine Eltern, Anneliese und August Kirchner, die in Hubert und Gerta Fuchs sowie Heinz und Adele Krings von der ersten Stunde bis zum heutigen Tag engagierte Mitstreiter fanden.

Ihnen beim 40. Geburtstag des inzwischen größten Volksfestes der Region zu danken, war so auch ein besonderes Anliegen, dem er mit Blumen für die Damen und einem prächtigen Bierkrug aus Kristall mit persönlicher Gravur für die drei männlichen Säulen des Haarener Oktoberfestes Ausdruck verlieh. Ihnen aber auch zahlreichen weiteren engagierten Helferinnen und Helfern hinter den Kulissen sei der Erfolg des Festes zu verdanken.

Drei Tage feiern

Drei Tage beim Haarener Oktoberfest gemeinsam zu feiern und viele alte Freunde zu treffen, war ein Wunsch von Gotthard Kirchner, der bereits in den ersten Stunden am Eröffnungsabend vielfach in Erfüllung ging. Je weiter der Abend fortschritt, je häufiger konnte man sie im Riesendoppelzelt beobachten, herzliche und überraschte Begrüßungen, die einmal mehr bestätigten: „Du musst nur das Haarener Oktoberfest zu besuchen, dann trifft Du fast alle.”

Die umfangreiche Liste der Ehrengäste, die Kirchner zum Auftakt willkommen hieß, wurde von Bürgermeister Johannes von Helden angeführt. Er kam nicht mit leeren Händen, sondern überreichte dem Komitee Haarener Oktoberfest den Wappenteller der Gemeinde, den Kirchner entgegennahm. Durch das Haarener Oktoberfest, so unterstrich der Bürgermeister, habe auch die Gemeinde Waldfeucht an Bekanntheit gewonnen. Ererinnerte noch einmal an die Anfänge des Festes, mit einem kleinen Festzelt auf einer Wiese im Ort, bevor er zum Holzhammer griff und unter Beweis stellte, dass er den Fassanstich inzwischen bestens beherrscht. Mit dem gefüllten Maßkrug in der Hand erklärte das 40. Haarener Oktoberfest für eröffnet.

Mit den Klängen des „Schwabenland Express” mit Chef Karl Abele ließen sich nicht nur die Ehrengäste, zu denen Heinz Krings auch als stellvertretender Bürgermeister gehörte, schnell in Feierstimmung versetzten. An den Tischen neben der Bühne schunkelten Kämmerer Leo Vraetz, MdB Leo Dautzenberg, Landtagsabgeordneter Wolfgang Dietrich, die Kreistagsabgeordneten Werner Krings, Heinz-Theo Tholen und Josef Schmitz.

Altbürgermeister Hans Naber wurde mit besonderer Begeisterung begrüßt und prostete mit jugendlichen Elan seinen Banknachbarn zu. Neben den Vetretern von Handel, Banken, Gewerbe und Schulen begrüßte er Pfarrer Vollberg sowie das Königspaar Sabine und Herbert Mevissen.

Der offiziellen Eröffnung folgten nur noch zwei Dinge. Der rund einstündige Auftritt des beliebten Volksmusikduos Judith und Mel, das nun seit 14 Jahren auf der Bühne steht und vor neun Jahren bereits einmal zu Gast beim Haarener Oktoberfest war. Auch für die „Stars” der Volksmusik war es ein Wiedersehen mit ihren treuesten Fans, die sich dicht um die Bühne drängten, um ihre Lieblinge möglichst hautnah zu erleben.

Eine lange Schlange vor den Kassenhäuschen unterstrich, dass das Fest an Anziehungskraft nicht verloren hat. Die Jugend strömte herbei, und der Schwabenland Express sorgte einmal mehr dafür, dass die Post so richtig abging, auch beim Oktoberfestball am Samstag. Feiern solange die Kondition mitmacht, lautet in Haaren die Devise.