Selfkant/Aachen: Vermisste 29-Jährige: Ehemann im Visier der Ermittler

Selfkant/Aachen : Vermisste 29-Jährige: Ehemann im Visier der Ermittler

Im Fall der verschwundenen Dorota Galuszka-Granieczny aus Selfkant-Süsterseel ist ihr Ehemann ins Visier der Ermittler geraten. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Katja Schlenkermann-Pitts, bestätigte am Mittwoch, dass der Mann am Montagnachmittag festgenommen, spater aber wieder freigelassen wurde. Gegen ihn habe ein Anfangsverdacht wegen Totschlags bestanden, sagte Schlenkermann-Pitts.

Ein Haftbefehl sei nicht erlassen worden. „Offensichtlich ergaben sich Anhaltspunkte für einen Anfangsverdacht, die sich aber nicht im Sinne eines dringenden Tatverdachts erhärten ließen“, sagte Schlenkermann-Pitts. Welche Anhaltspunkte das waren und was der Mann bei der Vernehmung gesagt hat, wollte sie nicht sagen.

Lebt Dorota Galuszka-Granieczny noch? Hat die 29-Jährige ihren Mann am Abend des 18. Oktobers verlassen? Oder wurde sie umgebracht? All diese Fragen sind noch immer offen. Die Ermittlungen gingen weiter in alle Richtungen. „Wir gehen allen Hinweisen nach“, sagte Schlenkenmann-Pitts. Jedenfalls haben die Ermittler bislang weder eine Leiche, noch Blutspuren oder etwas anderes gefunden, das auf ein Gewaltverbrechen hindeutet. „Grundsätzlich ist es so, dass sich der Anfangsverdacht für ein Tötungsdelikt ergibt, wenn eine Frau in diesem Alter so lange ohne Lebenszeichen verschwunden ist“, sagte Schlenkermann-Pitts. Deshalb sei die Mordkommission eingerichtet und der Ehemann festgenommen worden.

Eine Durchsuchung des gemeinsamen Wohnhauses von Dorota Galuszka-Granieczny, ihres Ehemannes und des siebenjährigen Sohnes am Montagabend habe nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine neuen Erkenntnisse gebracht.

Wie die Ermittler nun konkret weiter vorgehen werden, wollte Schlenkermann-Pitts nicht sagen.

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