Städteregion: Verlockendes Kinoprogramm auf der Burg Wilhelmstein

Städteregion : Verlockendes Kinoprogramm auf der Burg Wilhelmstein

Das typische Knattern alter Projektoren mit analogem 35-Millimeter-Film wird auch in diesem Sommer fehlen. Längst haben die Verantwortlichen des Apollo-Kinos um Walter Render und Hans-Peter Coenen in ihrem Aachener Lichtspielhaus auf digitale Projektionstechnik umgerüstet.

Das authentische Kinoerlebnis unter (fast) freiem Himmel wird seinen Charme dadurch natürlich nicht verlieren — vielmehr wird die Bildqualität für alle Cineasten deutlich erhöht.

Es ist seit Jahren eine feste Institution im Sommerprogramm der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein in Würselen-Bardenberg. Vom 19. Juli bis zum 13. September wird unter dem gewaltigen Sonnensegel wieder das Licht gedimmt und zu Popcorn gegriffen. Die Filmliste stellt sich zusammen aus großen, preisgekrönten Hollywood-Produktionen, französischen Komödien, mitreißenden Dramen und bildgewaltigen Outdoor-Aufnahmen. „Dank der digitalisierten Technik sind wir in der Lage, vom Verleih auch mit Kopien brandaktueller Werke versorgt werden zu können“, erläuterte Coenen.

Als absolutes Highlight gelten sicherlich die beiden Vorführungen von „Mamma Mia 2 — Here we go again“. Nach dem Welterfolg von „Mamma Mia“ wird die Fortsetzung von Fans sehnsüchtig erwartet. Zwei Wochen nach dem offiziellen Kinostart in Deutschland können Hans Brings (Burg Wilhelmstein) sowie seine Kooperationspartner Coenen und Render vom Apollo-Kino den Film bereits zeigen — leider ist genau diese Vorstellung (2. August) schon restlos ausverkauft. Aber am 13. September gibt es einen Zusatztermin.

Im Gegensatz zum Erlebnis im Multiplex-Kino kann dem Besuch der Freilichtbühne laut Brings fast ein gewisser „Happening-Charakter“ zugeschrieben werden: „Die Gäste trudeln erfahrungsgemäß bereits ab 19 Uhr hier ein, essen, trinken und warten gemeinsam auf die Dämmerung.“ Filmvorführer David Boudoin wird gegen 21.30 Uhr den Projektor starten, wenn die Lichtverhältnisse angemessen sind.

Das laut Coenen „anspruchsvolle Programm, bei dem aufgrund seiner Aktualität für jeden etwas dabei ist“, wird auf einer aufblasbaren Leinwand gezeigt. Ein Heißluftgebläse errichtet das Gebilde nach dem Prinzip einer Hüpfburg. Nach jeder Vorstellung werden alle Utensilien sicher in den Katakomben der Burg verstaut.

Pünktlich zur Kino-Saison verfügen die Sitzreihen der Freilichtbühne auch endlich über die lang ersehnten Rückenlehnen. Gerade bei den „ABBA-Events“ Mamma Mia ist es jedoch äußerst fraglich, ob die Lehnen überhaupt Verwendung finden.

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