Waldfeucht-Haaren: Verbundschule Haaren beteiligt sich am Projekt „Kinder ohne Grenzen”

Waldfeucht-Haaren : Verbundschule Haaren beteiligt sich am Projekt „Kinder ohne Grenzen”

„Kinder ohne Grenzen” heißt ein Projekt, das Kindern unterschiedlicher Nationalitäten die Möglichkeit bieten möchte, sich vorurteilsfrei ein Bild voneinander zu machen. Die Verbundschule Haaren beteiligt sich seit 2003 an diesem Projekt.

Schulleiter Willi Florack freut sich über jede neue Begegnung, die seine Schüler im Rahmen dieses Projektes mit ausländischen Gleichaltrigen erleben. „Wir haben leider kaum ausländische Kinder an unserer Schule,” so Florack, daher habe das Projekt „Kinder ohne Grenzen” eine hohen Stellenwert an der Verbundschule.

Professor Dr. Dr. h.c. Hansjosef Buchkremer und seine Frau Gisela haben die Stiftung „Kinder ohne Grenzen” ins Leben gerufen. Der Professor lebt in Erkelenz und gründete vor 16 Jahren an der Universität Köln zusammen mit seinen Kollegen, den Sozialpädagogen Dr. Michaela Emmerich und Werner Gierse, den Verein „Pädagogik für Erleben, Initiative und Lernen”, kurz „Pfeil” und so auch im Internet zu finden unter htpp://www.pfeil.org. Aus diesem Verein ging die Stiftung hervor.

Buchkremer und Emmerich begleiteten die aktuelle Begegnung der Klasse 7b der Verbundschule Haaren mit den gleichaltrigen Schülern aus Polen und der Ukraine.

27 deutsche, 17 polnische und 15 ukrainische Schülerinnen und Schüler lernten sich eine Woche lang in der Jugendherberge Kloster Steinfeld in der Eifel näher kennen. Das erste Beschnuppern hatte bereits im Herbst 2009 stattgefunden, als sich die Schüler der Verbundschule Haaren und des Gymnasiums im ukrainischen Nadwirna bei den polnischen Schülern des Gymnasiums Prudnik getroffen hatten. Nun im Kloster Steinfeld konnten die damals gewonnenen Eindrücke vertieft werden.

Begleitet werden die Kinder dabei von einem 14-köpfigen pädagogischen Leitungsteam, ebenfalls international gemischt. Ausflüge führten in die Niederlande und Belgien. Gemeinsam wanderte die Gruppe entlang des Römerkanals von Nettersheim nach Urft.

Die direkte Begegnung der Kinder ist Buchkremer besonders wichtig. Ohne die Vorurteile von den Eltern oder der älteren Generation zu übernehmen, sollen die Kinder „einmal schauen, wie der Andere so ist”.

Beim abschließenden Empfang aller Beteiligten in der Aula der Verbundschule überreichte Buchkremer ein „Kinder ohne Grenzen”-T-Shirt dem Vertreter des Sponsors dieser internationalen Begegnung, dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse, Thomas Pennartz. Auch von den deutschen Schülern mit angestimmt, wurde ein polnisches Lied gesungen.

Im Herbst 2011 ist eine dritte Begegnung im ukrainischen Nadwirna geplant. Der Klassenlehrer der 7b, Johannes Jansen, war bereits vor Ort, wurde vom dortigen Bürgermeister empfangen und hat schon mal das Quartier ausgesucht.