Kreis Heinsberg: Verantwortung als Basis der Arbeit in der Kreissparkasse Heinsberg

Kreis Heinsberg : Verantwortung als Basis der Arbeit in der Kreissparkasse Heinsberg

„Kennen Sie das historisch gewachsene Prinzip des ehrbaren Kaufmanns?“, fragte Thomas Giessing, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heinsberg, zu Beginn der Vorstellung des „Berichts an die Gesellschaft“ des Jahres 2017, den die Sparkasse in diesem Jahr bereits zum fünften Mal veröffentlicht.

„Dieses Prinzip beruht auf dem unternehmerischen Verantwortungsbewusstsein gegenüber allen Bürgerinnen und Bürgern, der gesamten Region, der Umwelt und der Wirtschaft und ist die Basis unserer täglichen Arbeit“, sagte Giessing. Seit der Gründung vor 120 Jahren stünden die Wünsche und Erfolge der Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt des Handelns, meinte Giessing und lud ein, anhand des „Berichts an die Gesellschaft“ nachzuvollziehen, wie das konkret geschehe.

Der Bericht liegt in Kurzform in allen Filialen der Kreissparkasse aus. Diese anschaulich gestaltete Broschüre kann als Wegweiser dienen, um auf der Homepage der Kreissparkasse alle Details des Berichts ansprechend aufgemacht nach Belieben in Auszügen oder auch in vollem Umfang zu erkunden. Den Einstieg in diesen Bericht könnte der interessierte Bürger in Form von zwei kleinen Filmbeiträgen starten, die den Schlemmermarkt in Wassenberg und den Lambertusmarkt in Erkelenz als zwei Beispiele gesellschaftlichen Lebens in der Region, das von der Sparkasse unterstützt wird, präsentieren.

Auch mit konkreten Zahlen geizt der Bericht nicht. Das Thema Nachhaltigkeit wird beispielsweise anhand des Strom- oder Papierverbrauchs dokumentiert. Die gesellschaftlichen Aufgaben, die die Kreissparkasse 2017 leistete, sind ebenfalls im Bericht nachzulesen. Insgesamt wurden 1.750.851 Euro für Spenden, Sponsoring und Zweckerträge von der Kreissparkasse bereitgestellt. Beispielsweise kamen 735.000 Euro verschiedenen Projekten im Bereich Soziales und Bildung zugute; 678.000 Euro flossen in den Bereich Kultur.

Der Personalaufwand macht mit knapp 30 Millionen Euro den dicksten Posten aus, gefolgt von den ertragsabhängigen Steuerzahlungen in Höhe von knapp 8 Millionen Euro. Nachdem im Jahr zuvor auf einen gedruckten Bericht an die Gesellschaft verzichtet worden war, hatte sich der Vorstand der Kreissparkasse für den 2017er-Bericht entschlossen, wieder etwas auf Papier vorzulegen und die Broschüre erstellen zu lassen.

Über den Feedback-Button auf der Homepage hatten die Nutzer diesen Wunsch geäußert. Auch in diesem Jahr bittet die Sparkasse wieder, regen Gebrauch vom Feedback-Button zu machen.

Die Kreissparkasse Heinsberg ist inzwischen nach EU-Recht dazu verpflichtet, einen sogenannten nichtfinanziellen Bericht abzugeben. Unternehmen ab einer bestimmten Größe müssen in diesem nichtfinanziellen Bericht unter anderem ihre Aktivitäten im Hinblick auf Umwelt, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie mögliche Risiken und Ziele im Zusammenhang mit diesen Aspekten darstellen.

„Dieses Thema ist für uns nicht neu“, erklärte Thomas Giessing. „Die Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung spielen für uns seit vielen Jahren eine große Rolle.“ Alle Interessierten finden den nichtfinanziellen Bericht sowohl auf der Webseite des Deutschen Nachhaltigkeitskodex als auch im „Bericht an die Gesellschaft“.

Keine lästige Pflicht

„Wir hoffen, dass die berichtspflichtigen Unternehmen das Gesetz nicht nur als lästige Pflicht verstehen“, hofft Giessing, „sondern es auch als Anreiz dient, sich noch mehr als bisher mit Fragen wie sozialen und ökologischen Belangen, Menschenrechten und Korruptionsbekämpfung zu beschäftigen und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen — genauso wie es uns der ehrbare Kaufmann vormacht.“

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