Gerderath: Unfall kostet Kind beinahe das Leben

Gerderath : Unfall kostet Kind beinahe das Leben

Ein Unfall in der Schwimmhalle Gerderath, der in der vergangenen Woche beinahe einen Elfjährigen das Leben gekostet hätte, beschäftigt jetzt die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach.

Der Erkelenzer Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen bestätigte am Mittwoch, dass eine Strafanzeige gegen den Bademeister vorliege.

Der Junge war am vergangenen Dienstag zwei Minuten lang mit seinem Arm unter Wasser eingeklemmt gewesen.

Zu dem Unfall kam es, nachdem der Bademeister den hydraulischen Boden betätigt hatte, um den verlorenen Spindschlüssel des Jungen aus dem Wasser bergen zu können. Als der Junge nach dem Schlüssel tauchte, wurde er von der so genannten Schleppschürze aus Gummi eingeklemmt.

Diese schließt den beweglichen Teil des Bodens ab. Dem Bademeister gelang es anscheinend gerade noch rechtzeitig, den Jungen zu befreien, bevor diesem der Sauerstoff ausging. Der Junge trug aber dennoch schwere Verletzungen am Arm davon.

Schilderungen sind widersprüchlich

Was ganz genau geschah und wer eventuell die Verantwortung für den Unfall trägt, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Hier gibt es laut dem Beigeordneten Dr. Gotzen widersprüchliche Schilderungen der Beteiligten. „Es war aber wohl kein technisches Versagen.”

Die Stadt habe die Versicherungen eingeschaltet, ihre Stellungnahmen abgegeben und warte nun selbst auf das Ergebnis der Untersuchung. „Wir wünschen dem Jungen auf jeden Fall ein schnelle Genesung”, sagte der Beigeordnete.