Erkelenz: Umsiedler wollen den „Legoland-Effekt” um jeden Preis vermeiden

Erkelenz : Umsiedler wollen den „Legoland-Effekt” um jeden Preis vermeiden

Ab 2011 müssen sich die Menschen in Kuckum, Keyenberg, Unter- und Oberwestrich sowie Berverath konkret mit der bevorstehenden Umsiedlung befassen. Doch sie sind nicht unvorbereitet. Vor rund fünf Jahren gründete sich die IG Umsiedlung, in der Bürger aus den betroffenen Ortschaften mitarbeiten und ihre Vorstellungen formulieren, mit denen sie in die Verhandlungen mit RWE Power gehen wollen.

„Kernpunkt ist dabei die nachbarschaftliche Umsiedlung”, erklärten Mitglieder der IG. Gemeint ist damit, dass die Umsiedlungsstandorte der Dörfer wieder in nachbarschaftlicher Nähe liegen sollen. Einer Zersiedelung wollen die zukünftigen Umsiedler nicht zustimmen und so einen „Legoland-Effekt” vermeiden.

Neben dem Erhalt des gewachsenen sozialen Lebens hat dies auch ganz handfeste Gründe. Denn man geht nicht davon aus, dass zum Beispiel an den neuen Standorten Ersatz für die beiden Kirchen in Kuckum und Keyenberg und die Kapelle in Berverath geschaffen wird. So wollen die Umsiedler wenigstens eine gemeinsame Kapelle, um eine Kapellengemeinde gründen zu können.

Weitere Treffen geplant

Für den 18. November ist eine Informationsveranstaltung in der Keyenberger Mehrzweckhalle geplant. Dabei wird auch über Vor- und Nachteile der nachbarschaftlichen Umsiedlung gesprochen. Am 13. Dezember wird sich der Braunkohleausschuss treffen, danach wird das Verfahren eingeleitet. Im ersten Quartal 2011 soll der Bürgerbeirat in den fünf Ortschaften gewählt werden.

Am 13. Dezember wird sich der Braunkohleausschuss treffen, danach wird das Verfahren eingeleitet. Im ersten Quartal 2011 soll der Bürgerbeirat in den fünf Ortschaften gewählt werden.

Ab 2016 haben die Betroffenen den Umsiedlerstatus. Spätestens 2027 soll die Umsiedlung komplett abgeschlossen sein.