Heinsberg: Über Glasfaserkabel mit aller Welt ruckzuck verbunden

Heinsberg : Über Glasfaserkabel mit aller Welt ruckzuck verbunden

Alle Heinsberger Bürger, die in Straeten oder Waldenrath wohnen, kommen künftig auf der Datenautobahn schneller voran.

Wie der Erste Beigeordneter Wolfgang Dieder und Gregor Theißen, bei der Deutschen Telekom Ansprechpartner für den Breitbandausbau in Nordrhein-Westfalen, am Freitagvormittag im Rathaus verkündeten, werden dort ab 31. Dezember leistungsfähige DSL-Verbindungen zur Verfügung stehen, mit Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 16 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Bisher hätten hier nur Möglichkeiten bis maximal ein MBit/s bestanden, sagte Theißen.

Bei ersten Gesprächen mit Dieder und dem Tiefbauamt der Stadt im Oktober 2007 habe sich zunächst herausgestellt, dass für die jetzt realisierte Versorgung Investitionskosten in Höhe von 200.000 Euro nötig gewesen wären. Preiswerter wurde es im Rahmen eines Kooperationsvertrages, den der Bonner Konzern mit der Stadt schloss.

„Aufgrund dieser Zusammenarbeit konnten die Kosten für den Tiefbau minimiert werden”, so Theißen. Sie belaufen sich jetzt nur noch auf 120.000 Euro. So wurden zum Beispiel an Straßenkreuzungen vorhandene Leerrohre genutzt oder auch bestehende Mastlinien, um Glasfaserkabel oberirdisch zu verlegen.

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Telekom eine Lösung gefunden haben, das Breitbandnetz in Straeten und Waldenrath auszubauen, denn die Nachfrage nach dieser schnellen Datenverbindung war sehr groß”, betont Dieder.

Ausgangspunkt für den Ausbau in den beiden Orten war ein vorhandenes Glasfaserkabel in Pütt. Von dort sei eine Linie gezogen worden bis an den Kreisverkehr in Straeten, die dann verzweigt worden sei nach Straeten und Waldenrath, so Theißen.

Insgesamt wurden 2,5 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und sechs so genannte Outdoor-Schränke für die weitere Verteilung installiert.

Die ersten Telekom-Kunden würden bereits von der neuen Investition profitieren, so Theißen. Insgesamt sieht die Telekom ein Potenzial für 700 neue Kunden. Durch die Installation der neuen Schränke können die Haushalte jetzt über mindestens sechs MBit/s bis maximal 16 MBit/s verfügen, je nach Entfernung vom Schrank. Diese Zusage gilt bis zu einer Entfernung von 2,5 Kilometer vom nächstgelegenen Schrank.

„Damit sind wir jetzt in der gesamten Stadt Heinsberg zu nahezu 100 Prozent versorgt”, freut sich Dieder. In Heinsberg werden rund 16.000 Festnetzanschlüsse durch drei Netzknoten in der Innenstadt an der Gaswerkstraße, in Oberbruch und in Werlo versorgt. Alle sind mit Glasfaserkabel ausgestattet, die 16 MBit/s Datengeschwindigkeit ermöglichen. „Eine hundertprozentige Versorgung schaffen wir nie, selbst in Großstädten nicht”, weiß Theißen.

Am Montag, 15. Dezember, findet um 19 Uhr in der Gaststätte Küppers-Franken in Straeten eine Bürgerversammlung zu diesem Thema statt.