Erkelenz: Tunnelbohrmaschine in London im Einsatz

Erkelenz : Tunnelbohrmaschine in London im Einsatz

In Rekordzeit schaffte die Wirth-Tunnelbohrmaschine den ersten Durchbruch des prestigeträchtigen „Channel Tunnel Rail Link”, der Verbindung zwischen dem Londoner Stadtzentrum und dem Kanaltunnel.

Es ist Großbritanniens erste neue Eisenbahnstrecke nach mehr als einem Jahrhundert.

Mit der Fertigstellung des ersten Abschnittes, der bereits in Betrieb ist, zwischen dem Kanaltunnel und Nord-Kent reduziert sich die Fahrtdauer der Eurostrat-Züge um 20 Minuten.

Die Zwillingsröhren - 8165 Millimeter im Durchmesser! -, die von der Wirth-Tunnelbohrmaschine aufgefahren wurden, sind Teil des Abschnittes 2. Der soll im Jahr 2007 fertig werden und die Fahrzeiten von London nach Paris und Brüssel um 40 Minuten verkürzen.

Nur 299 Tage brauchte die Mannschaft der Wirth-Tunnelbohrmaschine für die immerhin 4,7 Kilometer lange Strecke. Die durchschnittliche Vortriebsleistung der Maschine lag im Zweischichtbetrieb bei 30 Metern an einem Tag, die beste Tagesleistung betrug 37 Ringe oder 56 Meter; die beste Leistung über einen Zeitraum von vier Wochen (28 Tage) lag bei 620 Ringen oder 930 Metern.

Direkt zu Beginn des Projektes ergaben sich Schwierigkeiten durch den stark entwässerten Boden, in dem die Maschinen arbeiten mussten.

30 Meter nach dem Start mussten die Maschinen die U-Bahn-Linie „Central Line” mit einer Überdeckung von nur vier Metern unterqueren. Von der Mannschaft wurde besonders die Steuerung gelobt: Die Maschine hielt sich perfekt an die relativ kurvenreiche Streckenführung und war leicht zu handhaben.

Für den eigentlichen Durchbruch wurde ein Stahlrahmen im Zielschacht installiert, durch den die Tunnelbohrmaschinen zielgenau einfuhren - eine glatte Punktlandung.