Tüschenbroich: Tüschenbroich: Eindringlich Kreisverkehr gefordert

Tüschenbroich : Tüschenbroich: Eindringlich Kreisverkehr gefordert

Ein Toter und neun Schwerverletzte bei Unfällen allein in den letzten drei Jahren an der Kreuzung bei Landstraße 364/Kreisstraße 29 bei Tüschenbroich.

Diese gravierenden Folgen haben die Verantwortlichen auf den Plan gerufen: Die Unfallkommission, bestehend aus dem Landesbetrieb Straßenbau als Straßenbaulastträger, dem Kreis Heinsberg als Straßenbaulastträger, der Stadt Wegberg, der Kreispolizeibehörde und dem Straßenverkehrsamt des Kreises Heinsberg - erkannte recht schnell den Bau eines Kreisverkehres als Optimallösung.

Dies gilt um so mehr, als der Knoten durch die Öffnung des Flugplatzgeländes wesentlich an Verkehrsbedeutung zugenommen hat. Solche Projekte werden aber aus planerischen und nicht zuletzt finanziellen Gründen nicht umgehend realisiert, sondern werden in einer für alle Straßenbaumaßnahmen des Landes geführten Prioritätenliste erfasst.

Die von der Unfallkommission für die Zwischenzeit zur Verbesserung der Verkehrssicherheit durchgeführten Interimslösungen haben sich als nur teilweise erfolgreich erwiesen.

So konnte die Anzahl der Unfälle zwar reduziert werden; jedoch sind die Folgen, wenn es denn einmal gekracht hat, nach wie vor dramatisch. Maßgebliche Ursachen hierfür sind die auf der Landesstraße zwischen Wegberg und Gerderhahn trotz Tempo-Begrenzung gefahrenen hohen Geschwindigkeiten und das Nichtbeachten der Vorfahrt auf der Kreisstraße.

Deshalb hat die Unfallkommission jetzt aktuell in einem Schreiben an den Leiter der zuständigen Niederlassung des Landesbetriebs dringlich einen kurzfristigen Umbau des Knotens zum Kreisverkehr gefordert.

Ferner wurde beschlossen, parallel dazu als Sofortmaßnahme die Kraftfahrer durch im hiesigen Bereich atypische und auffällige Schilderkombinationen auf die außergewöhnliche Unfallgefahr aufmerksam zu machen. Die Tafeln wurden in diesen Tagen aufgestellt.