Kreis Heinsberg : Trotz Finanzmarktkrise gutes Jahr für die Sparkasse
Kreis Heinsberg „Die Sparkassen haben sich in der Krise als Säule der Stabilität erwiesen. Dies gilt insbesondere auch für unsere Kreissparkasse”, sagte Lothar Salentin, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Heinsberg, am Donnerstag bei der Bilanzpressekonferenz in Erkelenz.
In einem sehr schwierigen Umfeld, das durch eine erhebliche Verunsicherung der Kunden geprägt gewesen sei, habe ein gutes Geschäftsergebnis erzielt werden können.
Salentin berichtete stolz, die Zahl der Kunden sei um rund 4500 auf über 89.000 gestiegen. Die Sparkasse habe beachtliche Steigerungen im Kreditgeschäft vorzuweisen. Das Volumen wuchs um 83,8 Millionen Euro (oder 4 Prozent) auf 2,180 Milliarden Euro. Von Kreditklemme gebe es keine Spur. So habe die Kreissparkasse neue Darlehen in Höhe von 404,4 Millionen Euro vergeben; eine Steigerung gegenüber 2007 um 38,9 Millionen Euro (oder 10,6 Prozent).
Beim Wachstum der Kundeneinlagen sei das beste Ergebnis seit 15 Jahren erreicht worden: Sie stiegen um 107,8 Millionen Euro (oder 5,9 Prozent) auf 1,929 Milliarden Euro. Das größte Wachstum entfiel dabei auf Termin- und Sichteinlagen sowie Geldmarktkonten. Rückläufig waren hingegen Spareinlagen und Inhaberschuldverschreibungen.
Trotz der Finanzmarktkrise wird der Jahresüberschuss laut Salentin voraussichtlich 2,4 Millionen Euro nach Steuern betragen; nach 5,5 Millionen Euro im Vorjahr. Der Rückgang sei auf handelsrechtlich notwendige Wertkorrekturen vor allem im Wertpapierbereich zurückzuführen. Gesunken sind Bilanzsumme (um 7,0 Prozent) auf 2,719 Milliarden Euro und Geschäftsvolumen (um 6,2Prozent) auf 2,907 Milliarden Euro.
Der Vorstandsvorsitzende erklärte dies vor allem damit, dass die Geschäftsbeziehungen mit anderen Kreditinstituten zurückgefahren worden seien.