Hückelhoven-Kleingladbach: Trompeten lassen Pferde wiehern

Hückelhoven-Kleingladbach : Trompeten lassen Pferde wiehern

Der Instrumentalverein Kirchhoven begeisterte sein Publikum in der Aula der Grundschule mit einem abwechslungsreichen Konzert.

Mit der Auswahl der Stücke bewies er, dass sein Repertoire weit mehr umfasst als Märsche und Kirmesmusik. Die Stilrichtungen reichten von Klassik über Country und Swing bis hin zum Schlager.

Seit 25 Jahren begleitet der Instrumentalverein die Kleingladbacher Annakirmes. Die St. Stephanus Schützenbruderschaft hatte die Musiker eingeladen, um die langjährige Freundschaft der Vereine zu feiern.

Hans Theißen, Vorsitzender der Bruderschaft, bedankte sich für die „herausragende musikalische Begleitung durch 25 lange Jahre” und übergab dem Vorsitzenden des Instrumentalvereins, Hans Willi Clemens, eine Jubiläumstafel.

Ein Beispiel für die Vielseitigkeit der Musiker waren die „Kumbaya Variations” von Kees Vlak, die das bekannte Gospel in immer neuen Stilrichtungen vorführten.

Den Anfang machte die instrumentale Umsetzung eines Gospelchors, zu der das Temperament der anschließenden Zigeunermelodien einen reizvollen Kontrast bildete.

Walzermelodien, die deutlich auf „An der schönen blauen Donau” anspielten, wechselten mit Swing, und das Schlussstück bildete eine energiegeladene Rock-Interpretation.

Ähnlich abwechslungsreich zeigten sich das „Fünf Minuten Sechstagerennen” oder „Country Call”. Bei letzterem handelt es sich um ein Potpourri amerikanischer Stücke, das dem Zuhörer auf witzig den Wilden Westen nahe bringt.

So wird im „Chicken Wing” das Geigenspiel einer ausgelassenen Scheunenfete durch die Klarinetten effektvoll nachgeahmt, während die Trompete Pferdegewieher übernimmt. Zum Ende steigern sich Bläser und Schlagzeug in einen rasanten Eisenbahnrhythmus.

Neben den vielen temporeichen Kompositionen überzeugte der Instrumentalverein auch bei solchen, die den Zuhörer eher zum Träumen anregten.

Besonders beeindruckend war das schottische „Highland Cathedral”. Im „Russian Walz” von Pavel Stanek wechselten heitere und melancholische Züge .

Temperamentvoll präsentierten die Musiker „Carneval de Paris”, das bei den Zuhörern ebenso gut ankamen wie Udo Jürgens Schlager „Ich war noch niemals in New York”. Aber auch die Freunde der gewohnteren Klänge des Instrumentalvereins kamen nicht zu kurz.

Zur Auswahl an Märschen gehörten „Auf zum Start” von Walter Tuschla und der von Kraft und Leichtigkeit gleichermaßen geprägte „Graf Zeppelin” Carl Teikes.