Erkelenz: Trommel-Rhythmen gehen ins Blut und faszinieren

Erkelenz : Trommel-Rhythmen gehen ins Blut und faszinieren

Über die Dauer vieler Musikergenerationen haben sich in Westafrika eine Vielzahl von verschiedenen Trommelstilen entwickelt.

Die Djembé, deren Ursprung im heutigen Guinea und in Mali zu finden ist, ist in Westafrika eine der bekanntesten Trommeln und bescherte in Erkelenz etlichen Neugierigen und Musikinteressierten ein paar herrliche Stunden.

Denn im Martin-Luher-Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde in Erkelenz fand ein Afrika-Trommelkurs „Djembe-Rhythmen” für Anfänger statt, bei dem sich die vielen Teilnehmer an den Trommeln „austoben” konnten.

Den Teilnehmern war der Spaß an dem Trommelkurs sehr deutlich anzusehen. Kein Wunder, bieten die Djembe doch durch ihren vielfältigen Klang zahlreiche Ausdrucksmöglichkeiten.

Die kelchförmige Holztrommel, mit Ziegenhaut bespannt, die wir heute allgemein als Djembe kennen, stammt von den Volksgruppen der Malinke und Bambara, aus Westafrika, den heutigen Afrikanischen Ländern sowie der Elfenbeinküste.

Die Malinke gelten als die verbürgten Wahrer der authentischen „djembe”- Überlieferung. Die Djembe fungiert als Soloinstrument und als Begleitinstrument des traditionellen Trommelensembles.

Das Fell wurde mittels einer aus Fellstreifen gedrehten Schnur gespannt, die jedoch in neuerer Zeit wegen ihrer geringeren Haltbarkeit bevorzugt durch moderne vorgereckte Kunststoffschnüre ersetzt wurde.

Die Teilnehmer lernten schließlich, wie die Djembe mit den Händen angeschlagen wird, und dass durch differenzierte Handstellung auf dem Fell verschiedenen Klangfarben erzeugt werden können. In der oberen Hälfte der Trommel ist sie breit und in der unteren schmal.

Der schmale Teil ist wie ein Trichter geformt. Durch ihn werden die tiefen Töne abgestrahlt. Diese erklingen wenn der Spieler auf die Mitte des Fells schlägt. Wird die Djembe dagegen am Rande angeschlagen, ertönen durch den kleineren Abstand verhältnismäßig hohe, durchdringende Töne.

Dadurch hat die Djembé im Vergleich zu anderen Trommelformen eine sehr große Klangvielfalt. Durch das breite Klangspektrum, das vom tiefen Bass, über mittleren Open bis hin zu hohen Slap reicht, hat die Djembe nicht nur in Afrika neue Freunde gefunden, sondern vor allem auch in Europa und Amerika ab den 80er Jahren einen Popularitätsboom erlebt. Aber auch in Deutschland hat Djembé sehr an Popularität gewonnen.

Wie gut die Klänge und Rhythmen der Erde beim Publikum auch hier in unserer Region ankommen, bewies das an die Trommelkurse anschließende Konzert mit der Band Orishas.

Schnell war der Funke von den Musikern auf die Zuhörer übergesprungen und es herrschte tolle Stimmung im Martin-Luther-Gemeindehaus.