Hückelhoven-Brachelen: Traumgarten für ältere Menschen belebt die Sinne

Hückelhoven-Brachelen : Traumgarten für ältere Menschen belebt die Sinne

Als „schönen, gepflegten und kreativen Garten, der zum Träumen einlädt”, bezeichnet Heimleiter Bernd Bogert die neu gestaltete Gartenanlage rund um das Alten- und Pflegeheim Haus Berg.

Und so manch einem Bewohner, Angehörigen oder Dorfbewohner mag auch der Begriff Park durchaus gerechtfertigt erscheinen für die rund 2500 Quadratmeter große Anlage, die hier im Laufe von vier Wochen Bauzeit nach einer drei Monate langen Planungsphase entstanden ist.

Wie auch immer die passende Bezeichnung lauten mag, eines ist gewiss: Die für jeden öffentlich zugängliche Gartenanlage ist kreisweit einzigartig. „Unsere Idee war, verschiedene Bereiche als Themengärten, die fließend ineinander laufen, anzulegen, um für die älteren Menschen eine Art Außenwohnzimmer zu schaffen”, betont Bogert. Von Anfang an sei für ihn, Landschaftsgärtner Leo Schlömer und Johannes Spelthann vom Gebäudemanagement klar gewesen, dass es sich dabei um einen Rundgang gerade für Bewohner mit Orientierungsproblemen handeln musste.

Die Herausforderung bei der Umsetzung bestand darin, Auflagen der Feuerwehr mit den Ideen der Gartengestaltung zu verbinden. Denn schließlich muss um Haus Berg noch ein Feuerwehrfahrzeug fahren können, der Löschteich zu benutzen und ausreichend Raum für einen Aufstellplatz sein. Landschaftsgärtner Leo Schlömer hat dies alles geschickt miteinander in Einklang gebracht.

Beginnt der Besucher den Rundgang im Uhrzeigersinn, so kommt er an Gräsern, Schilf und Bambus vorbei zur „Syltecke”, einem Gartenhaus mit zwei Bänken und umsäumt von einer Bepflanzung mit Lavendel und Thymian. Ein paar Schritte weiter befindet sich der „Biergarten”, überdacht von zwei großen Sonnenschirmen. In Sichtweite: der kleine Kinderspielplatz mit Spielgeräten, Sand und einer Wasserpumpe, wo Kinder ordentlich matschen dürfen. „Auf diese Weise werden Alt und Jung zusammengeführt”, so Bogert.

Im Anschluss daran, abgegrenzt durch eine kleine Hecke, befindet sich der „Duftraum”, ein Rankbogen aus Gusseisen, eingefasst von Rosen und Lavendel mit Sitzbänken und einer Statue der Mutter Gottes, die bei Nacht angestrahlt wird. Diesem Ort der Meditation schließt sich der Ort der Sinne und Stille an, eine geschützte Ecke mit einem kleinen Wasserfall und vielen Pflanzen und Gräsern. Von hier kann der Besucher auf den Löschteich blicken, dessen Wasserfontänen und weißes Segelboot zum Träumen anregen. Der neu gestaltete Rundgang endet mit dem Multifunktionsplatz für Andachten oder Grillfeste.