Kreis Heinsberg: Traditionelle Feier der alten Meister

Kreis Heinsberg : Traditionelle Feier der alten Meister

Mehr als 30 Jubiläumsmeisterbriefe konnten Kreishandwerksmeister Edwin Mönius und der Präsident der Handwerkskammer Aachen, Dieter Philipp, am Montagnachmittag bei der traditionellen Feier der alten Meister in der Oberbrucher Festhalle an Handwerker der Region übergeben, die ihrem Beruf treu geblieben sind.

In seiner Festrede erinnerte Mönius vor zahlreichen ­Ehrengästen aus Wirtschaft und Politik an das Jahr 1967, in dem die Goldjubilare ihre Meisterprüfung abgelegt hatten. „Es war ein Jahr der Unruhe“, sprach Mönius die Kriege in Asien, Afrika, Lateinamerika und im Nahen Osten an, ebenso Demonstrationen mit blutigen Ausschreitungen in den USA und Europa sowie steigende Arbeitslosenzahlen in den Industriestaaten. „Es war ein Jahr des Widerstands gegen das Establishment“, fuhr Mönius fort.

Auch Lehrlinge seien damals auf die Straße gegangen, um für ihre ­Vorstellung einer neuen Gesellschaftsordnung zu demonstrieren. Schließlich sei das Jahr 1967 ein buntes Jahr gewesen, erinnerte er an die Hippie-Bewegung, aber auch ein Jahr der steigenden Arbeitslosigkeit und ein Jahr des Abschieds, sprach er den Tod von Konrad Adenauer an. Schließlich hätten sich aber ungeachtet der weltpolitischen Ereignisse Handwerker aus der Region aufgemacht, „den großen Befähigungsnachweis zu erlangen, um Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen“, betonte er.

Gemeinsam mit Dieter Philipp und dem Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Michael Vondenhoff, übergab Mönius auf die Bühne der Festhalle die goldenen und diamantenen Meisterbriefe, die alle alten Handwerksmeister an die erfolgreiche Prüfung vor 50 oder gar 60 Jahren erinnerten. Dank sprach Mönius den Mitarbeitern des Roten Kreuzes aus, die beim Weg auf die Bühne halfen, und dem Männergesangverein Dremmen, der unter Leitung von Gerd Geradts für musikalische Unterhaltung sorgte.

Goldene Meisterbriefe zum „50-Jährigen“ erhielten: Alexander Frehse (Erkelenz) im Bäckerhandwerk, Hermann Josef Kroppach (Hückelhoven) im Elektro-Installateurhandwerk, Heinz-Peter Kehren (Erkelenz) im Elektro-Installateurhandwerk, Hans-Peter Lentzen (Geilenkirchen) im Elektro-Installateurhandwerk, Franz-Josef Deklerk (Wassenberg) im Fleischerhandwerk, Wolfgang Engelen (Geilenkirchen) im Fleischerhandwerk, Bruno Zahren (Wassenberg) im Fleischerhandwerk, Rolf-Jakob Zahren (Wassenberg) im Fleischerhandwerk, Karl-Hubert Lentzen (Geilenkirchen) im Friseurhandwerk, Heinz-Willi Gerards (Wegberg) im Kfz-Mechanikerhandwerk, Heinz Speis (Heinsberg) im Maurerhandwerk, Josef van Birgelen (Waldfeucht) im Schuhmacherhandwerk, Günter Nebel ­(Hückelhoven) im Straßenbauerhandwerk, Wilhelm Dohmen (Hückelhoven) im Tischlerhandwerk und Leonhard Schmitz (Waldfeucht) im Tischlerhandwerk.

Diamantene Meisterbriefe anlässlich des „60-Jährigen“ gingen an: Hans-Günther Schultheiß (Erkelenz) im Bäckerhandwerk, Hubert Sieberichs (Wassenberg) im Dachdeckerhandwerk, Hans Grün (Gangelt) im Elektro-Installateurhandwerk, Leo Sauer (Jülich) im Elektro-Installateurhandwerk, Jakob Jöris (Heinsberg) im Fleischerhandwerk, Heinrich Sell jr. (Wegberg) im Fleischerhandwerk, Helmut Burch (Erkelenz) im Friseurhandwerk, Ewald Struck (Heinsberg) im Friseurhandwerk, Georg Otto ­(Hückelhoven) im Herrenschneiderhandwerk, Erich Thissen (Wassenberg) im Kfz-Mechanikerhandwerk, Peter Hansen (Hückelhoven) im Korbmacherhandwerk, Heinrich Hermanns (Erkelenz) im Maler- und Lackiererhandwerk, Johann Mertzbach (Hückelhoven) im Maler- und Lackiererhandwerk, Gerhard Schmitz (Waldfeucht) im Maler- und Lackiererhandwerk, Hubert Hermanns (Hückelhoven) im Maurerhandwerk, Hubert Stepp­rath (Heinsberg) im Raumausstatterhandwerk, Matthias Frenken (Waldfeucht) im Schmiedehandwerk und Peter Pesch (Heinsberg) im Tischlerhandwerk.

(anna)