Kreis Düren: Tour rollt durch den Kreis Düren: „Das wird ein Festtag“

Kreis Düren : Tour rollt durch den Kreis Düren: „Das wird ein Festtag“

Als eine Einladung zur Präsentation der Strecke der Tour de France 2017 auf seinen Tisch flatterte, hatte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) schon so eine Ahnung. Seit Dienstagmittag ist daraus Gewissheit geworden: Die zweite Etappe der Tour de France 2017 am 2. Juli führt ein gutes Stück durch den Kreis Düren.

„Wir haben uns gezielt mit Jülich und seiner historischen Festungsanlage beworben“, erklärte der Landrat am Mittag. Die Einladung nach Paris hatte er ausgeschlagen, so erfuhr er durch den Anruf unserer Zeitung, dass die besten Radfahrer der Welt 2017 durch den Kreis fahren.

„Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Geisel hat mich angerufen und gefragt, ob Interesse besteht, die Etappe in Richtung Lüttich durch den Kreis Düren zu führen“, berichtete Spelthahn. Nach einigen Telefonaten habe er zugestimmt, „weil wir sofort eine begeisterte Resonanz verspürt haben“.

Mit einer solchen aktiven Bewerbung, von der die Nachbarn im Kreis Heinsberg abgesehen hatten, geht ein Vertrag mit der Stadt Düsseldorf als Startort der Etappe einher. Mit dem Zuschlag werden 50.000 Euro fällig, die der Kreis allerdings nicht selbst zahlt.

„Wir haben diverse Partner im Kreisgebiet gefunden“, erläuterte Spelthahn. Zehn Unternehmen aus dem Kreis übernahmen jeweils 5000 Euro. Im Gegenzug gibt es eine weltweite Standortwerbung. Oder wie der Jülicher Bürgermeister Axel Fuchs es ausdrückte: „Der Werbeeffekt ist riesig, das wird ein Festtag.“

Fuchs, der am Dienstag Geburtstag hat, war die Freude deutlich anzumerken. „Das ist eine großartige Geschichte. Jeder kennt die Berichterstattung über die Tour, wenn der Hubschrauber die Region einfängt. Jeder kann sich vorstellen, was das für eine großartige Werbung für die Stadt Jülich ist. Wir können froh sein, eine solche Veranstaltung in die Region zu bekommen.“

In Jülich werde man sich jetzt überlegen, welche begleitenden Events es zur Durchfahrt der Tour im kommenden Jahr geben soll. „Besser gehts nicht“, jubelte Fuchs.