Erkelenz/Berlin: Tour de Jumelage: Mit Blaulicht durch die Hauptstadt

Erkelenz/Berlin : Tour de Jumelage: Mit Blaulicht durch die Hauptstadt

Theo Clemens hat schon viel gesehen und erlebt in seinem Leben. Aber am Donnerstag hatte er ein Abenteuer, „das war schlichtweg der Hammer!”

Nicht nur Tour de Jumelage-Organisator Clemens war restlos begeistert, auch die 21 Radfahrer und die Begleiter werden die Fahrt durch Berlin nicht vergessen.

An der Stadtgrenze bei Falkensee wartete eine Eskorte auf die Gruppe: Neun Polizisten auf Motorrädern und drei Kollegen in Pkw gaben den Akteuren aus Erkelenz einen geradezu staatsmännischen Geleitschutz auf der Fahrt zum Brandenburger Tor.

„Um mich herum habe ich es nur noch blau blinken gesehen”, freute sich Mit-Organisator Wolfgang Kurth, während der Dritte im Organisatoren-Bunde, Theo Görtz, in der ihm eigenen ruhigen Art von einem „ganz schönen” Ereignis sprach.

Diese Polizeieskorte war der krönende Abschluss der 750 Kilometer langen Tour. Am Brandenburger Tor war Schluss mit der Tortur. Dort wartete nicht nur der Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Heinsberg, Leo Dautzenberg, dort warteten auch Realschüler aus Erkelenz mit Schulleiter Willi Schmitz im Schlepptau.

Die Realschüler waren Gäste von Dautzenberg in Berlin. Ihre Einladung war ein Dankeschön für ihr Engagement im Rahmen der Tour de Jumelage. Immerhin hatten die Schüler im letzten Jahr mit ihren Aktionen über 7000 Euro zugunsten des Hospizes zusammengetragen und damit das Bestreben der Radfahrer unterstützt, die unermüdlich für das Hospiz in die Pedale treten.

Zufrieden ist am Ende der Tour auch Friedhelm Göhl, der unbestritten den längsten Anfahrtsweg hatte. Er kam aus Nigeria angeflogen, um die 750 Kilometer lange Strecke quer durch Deutschland mitzumachen.

Ihn konnten die sommerlichen Temperaturen unterwegs wenig erschrecken. „Heute haben wir sogar befürchtet, es könnte regnen.” Aber auch die letzte Etappe von Burg nach Berlin verlief ohne jegliche Komplikationen. „Wir sind gesund und munter”, bilanzierte Kurth, „und hoffen noch auf viele Spenden zugunsten des Erkelenzer Hospizes.”