Kreis Heinsberg: Tischlergesellen überzeugen die Prüfer mit hohen Leistungen

Kreis Heinsberg : Tischlergesellen überzeugen die Prüfer mit hohen Leistungen

„Ihr habt nun den Grundstein für eure berufliche Zukunft gelegt. Ein Grundstein ist aber immer nur der Anfang eines Gebäudes.“ So fasste Hermann-Josef Claßen, Obermeister der Tischlerinnung im Kreis Heinsberg, die dreijährige Ausbildungszeit der angehenden Tischler zusammen.

Insgesamt schlossen 14 junge Handwerker die Prüfung zum Tischler erfolgreich ab, darunter auch drei Tischlerinnen. Die Gesellenprüfung bestand aus einem praktischen Teil und einem theoretischen Teil. Dabei mussten alle Prüflinge im praktischen Teil zwei Stücke in Handarbeit anfertigen. Das Gesellenstück durfte nach eigenem Entwurf in maximal 100 Stunden gefertigt werden. Die Arbeitsprobe, in diesem Jahr ein Weinregal, gab der Prüfungsausschuss wie immer jedem vor. Dafür hatten die nun fertigen Tischlergesellen sieben Stunden Zeit.

„Was man mit Begeisterung, Willenskraft und Leistungsbereitschaft erreichen kann, das habt ihr uns eindrucksvoll bewiesen“, hob der Obermeister lobend hervor. Gerade das Klischee, viele Auszubildende seien unmotiviert, treffe auf die angehenden Gesellen überhaupt nicht zu. „Ihr habt eure Ziele mit Ehrgeiz und Fleiß verfolgt und wart überaus erfolgreich“, so Claßen bei der Feierstunde in Erkelenz.

Dabei zeichnete die Innung auch in diesem Jahr wieder die drei besten Prüflinge mit den höchsten Punktzahlen aus. Innungssieger wurde Lukas Rademacher aus Hückelhoven, der mit seinem Schreibtisch in Nussbaum auch den Preis „Gute Form 2018“ erhielt.

Zweite Siegerin wurde Jule Rombey aus dem Selfkant vor Lars Bögel aus Geilenkirchen. Zudem erhielten Lars Kummer aus Baesweiler und Jannik Schaefer aus Wegberg jeweils eine Belobigung.

Die weiteren Auszubildende, die ihre Gesellenprüfung erfolgreich abgelegt haben, sind David Bertrams aus Heinsberg, Julia Claßen aus Mönchengladbach, Philipp Köck aus Hückelhoven, Anna Meyers aus Wassenberg, Paul Schlagheck aus Wegberg, Timo Schmitz aus Geilenkirchen, Simon Strank aus Geilenkirchen, Pascal Windeln aus Waldfeucht und Niklas Zybell aus Wegberg.

Paul Schlagheck wurde dabei noch eine weitere, besondere Ehre zu Teil. Er erhielt den Publikumspreis für das beste Gesellenstück, einen Schreibtisch in Nussbaum.

„Also baut eure beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse weiter aus, nutzt die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten, die unser Handwerk bietet und seid erfolgreich. Dafür wünsche ich euch alles erdenklich Gute“, gab Hermann Josef Claßen den ausgebildeten Gesellen noch mit auf den Weg. „Und vergesst nicht, eurer Gebäude weiterzubauen“, fügte er hinzu.